https://www.faz.net/-gum-nm2g

SARS : Die Chronik

  • Aktualisiert am

Ein Abriss der Ausbreitung der Lungenseuche SARS. Vom November 2002, als in Südchina Menschen an der Lungenkrankheit erstmals erkrankten, bis heute.

          2 Min.

          Ein Abriss der Ausreitung der Lungenseuche SARS. Vom November 2002, als in Südchina Menschen an der Lungenkrankheit erstmals erkrankten, bis heute.

          November 2002: In der südchinesischen Industrieprovinz Kanton erkranken Menschen an einer besonderen Art der Lungenentzündung.

          22. Februar: Ein Arzt aus Guangdong übernachtet in Hanoi und soll dort mehrere Gäste angesteckt haben.

          Anfang März: Der italienische Arzt Carlo Urbani behandelt in Hanoi einen amerikanischen Geschäftsmann. Urbani, der Ende März in Bangkok an SARS sterben wird, meldet die Krankheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die daraufhin vor einem schweren akuten Atemwegssyndrom - SARS - warnt.

          15. März: Ein infizierter Arzt aus Singapur und seine Angehörigen werden auf dem Rückflug aus Amerika mit Fieber in ein Frankfurter Krankenhaus eingeliefert. Die WHO gibt eine Warnung heraus: Weltweit könnten sich 150 Menschen angesteckt haben.

          Ende März: Hongkongs und Singapurs Banken gehen dazu über, einige Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen, um bei einer Infektion betriebsbereit zu bleiben. Andere lagern ganze Büros ins Ausland aus.

          3. April: Mehrere Analysten senken ihre Wachstumsprognosen für Hongkong um einen halben Prozentpunkt.

          4. April: Morgan-Stanley-Analyst Stephen Roach bezeichnet SARS als "Nagel am Sarg der Weltwirtschaft" und senkt seine Wachstumsprognose von 2,5 auf 0 Prozent.

          8. April: David Turnbull, CEO der Hongkonger Fluglinie Cathay Pacific, warnt vor "der größten Krise in der Unternehmensgeschichte". Die Fluggesellschaften Asiens kürzen im Tagesrhythmus Flugplan und Prognosen.

          16. April: Die WHO macht das Corona-Virus als Erreger aus.

          17. April: Singapur halbiert seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 0,5 bis 2,5 Prozent und verabschiedet ein Soforthilfeprogramm über 119 Millionen Euro. Indien bestätigt seinen ersten SARS-Fall.

          20. April: Nach Kritik der WHO enthebt China seinen Gesundheitsminister und den Pekinger Bürgermeister ihrer Parteiämter. Singapur muß den Großmarkt schließen, stellt 2500 Menschen unter Quarantäne.

          23. April: J.P. Morgan senkt die Wachstumserwartung für das Gesamtjahr in China von 8 auf 7,4 Prozent. Schanghai schließt die Automobilmesse aufgrund der SARS-Gefahr drei Tage vor ihrem geplanten Ende. Hongkong verabschiedet ein Hilfspaket über 1,37 Milliarden Euro.

          24. April: Die Weltbank senkt ihre Wachstumsprognose für Asien um einen Prozentpunkt, wovon 0,3 Prozentpunkte auf das Konto von SARS gehen. In Paris warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor "beachtlichen Risiken für die Weltwirtschaft" durch SARS. Neuseelands Zentralbank kürzt die Zinsen als erste Notenbank unter Hinweis auf die Auswirkungen von SARS.

          25. April: J.P. Morgan kürzt die Gewinnerwartung für Singapore Airlines um 74 Prozent.

          27. April: Asiens Gesundheitsminister beschließen schärfere Maßnahmen. China ersetzt seinen Gesundheitsminister durch seine ranghöchste Politikerin, Vizepremier Wu Yi.

          28. April: China überlegt, die Börsen in Schanghai und Shenzen für zwei Wochen zu schließen. Die WHO erklärt, in Kanada, Singapur, Hongkong und Vietnam habe die Krise vermutlich ihren Höhepunkt erreicht.

          29. April: In Bangkok wollen die Regierungschefs Asiens ein gemeinsames Handeln gegen SARS vereinbaren. Auf seiner ersten Auslandsreise als chinesischer Premier will Wen Jiabao an dem Treffen teilnehmen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Krankhaftes Sexualverhalten : Wenn die Lust zur Qual wird

          Ähnlich wie Drogen- und Spielsüchtige sind auch Sexbesessene darauf aus, sich stets neue „Kicks“ zu verschaffen. Vielen Patienten könne eine Verhaltenstherapie helfen, sagen Forscher. Jedoch hilft nicht jeder Lösungsansatz.
          Blick aus der Vogelperspektive: Neben dem Messegelände wird auch das Europaviertel weiter gestaltet.

          Baubeginn 2020 : Der zweite Messe-Turm

          Die Gustav-Zech-Stiftung errichtet bis 2024 im Frankfurter Europaviertel einen neuen Messeeingang und ein Hochhaus. Dem Wahrzeichen am Haupteingang soll es aber keine Konkurrenz machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.