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RKI-Wochenbericht : Statt Corona legen derzeit andere Erkrankungen zu

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Viele Arbeitnehmer müssen mit Grippe oder Erkältungssymptomen zu Hause bleiben. Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Das RKI spricht nicht von einer Corona-Winterwelle, die Inzidenz tritt im jüngsten Wochenbericht auf der Stelle. Doch andere Atemwegserkrankungen nehmen zu. Das hat mit Innenräumen zu tun.

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          Die Corona-Inzidenz stagniert, und andere Atemwegserkrankungen legen zu. „Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist“, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie.

          Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und Covid-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück.

          RKI spricht nicht von Winterwelle

          Mit Blick auf aktuellere Zahlen hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch auf Twitter geschrieben: „Jetzt beginnt die Winterwelle.“ So weit geht das RKI in seinem Bericht zur vergangenen Woche nicht. Aber es schreibt: „Aktuell zeichnet sich eine Plateaubildung ab.“

          Die Inzidenzen liefern allerdings nur ein unvollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die meisten Ergebnisse des Berichts beziehen sich auf die vergangene Woche.

          Der Anteil der Omikron-Sublinie BQ.1.1 nahm in der vorvergangenen Woche weiter zu. Ihr Anteil liegt nun bei 13,4 Prozent. Dennoch werde auch weiterhin mit der zunehmenden Verbreitung von BQ.1.1 keine Erhöhung der Krankheitslast beobachtet, schreibt das RKI.

          Atemwegserkrankungen breiten sich aus

          Neben Corona belasten derzeit auch andere Krankheiten das Gesundheitssystem. So ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) nach Daten der Online-Befragung „GrippeWeb“ im Vergleich zur Vorwoche nochmals gestiegen. In der vergangenen Woche lag sie laut RKI bei etwa 8,2 Millionen und damit deutlich über dem Bereich der Vorjahre. Gründe für Arztbesuche wegen einer akuten Atemwegsinfektion sind demnach Influenzaviren, das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und zu einem geringeren Anteil das Coronavirus.

          Angesichts einer Welle von RSV- und Grippeinfektionen in Europa riefen führende Gesundheitsexperten am Donnerstag Risikogruppen zur Impfung gegen Grippe (Influenza) und Covid-19 auf. Vor allem Kinderkliniken sind momentan vor allem durch die hohe Zahl von RSV-Infektionen belastet. An RSV kann man in jedem Alter erkranken, aber vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Erreger bedeutsam.

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