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Coronavirus : RKI meldet erstmals mehr als 16.000 Neuinfektionen

  • Aktualisiert am

Corona-Testzentrum in Bayern Bild: dpa

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt in Deutschland auf einen neuen Höchststand. Das Robert-Koch-Institut meldet zudem 89 weitere Todesfälle.

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          Die Zahl der täglichen Coronavirus-Neuinfektionen steigt in Deutschland weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstagmorgen 16.774 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen gemeldet.

          Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

          89 weitere Todesfälle

          Die Zahl der Menschen, die mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, stieg um 89. Ingesamt gab es damit bisher 10.272 bestätigte Covid-19-Todesfälle in Deutschland. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt nun bei 481.013.

          Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

          Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

          Merkel für Regierungserklärung im Bundestag erwartet

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt am Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung zur Corona-Krise ab. Für die Aussprache im Parlament sind anderthalb Stunden vorgesehen.

          Im Mittelpunkt dürften die Bund-Länder-Beschlüsse vom Mittwoch stehen, die unter anderem die Schließung von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis Ende November vorsehen. Ziel ist es, die derzeit exponentielle Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu stoppen.

          Debatten dürfte es in diesem Zusammenhang um die Einbeziehung des Parlament in die Entscheidung über Corona-Schutzmaßnahmen geben.

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