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Menschenversuche : Warum macht ihr das bloß?

  • -Aktualisiert am

Schlafen im Dienste der Wissenschaft: Eine Maske soll den Verschluss der Atemwege verhindern. Bild: Imago

Die Medizin kommt nicht ohne Versuche mit Menschen aus. Doch wer nimmt freiwillig daran teil? Drei Testteilnehmer erklären, weshalb sie sich immer wieder zur Verfügung stellen.

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          Seit Tagen steht die RWTH Aachen in der Kritik, weil Forscher dort im Auftrag der Autoindustrie an 25 Freiwilligen die Wirkung von Stickoxiden auf den Menschen getestet haben. Für die Medizin ist grundsätzlich klar: Versuche mit Probanden sind Alltag an den Universitäten, und ohne sie käme die Forschung nicht voran. Bei Medikamenten geht es darum, sowohl die Verträglichkeit als auch die Wirksamkeit der Stoffe zu belegen. Jede Studie muss, abhängig vom getesteten Stoff, entweder vom Bundesinstitut für Arzneimittelforschung oder vom Paul-Ehrlich-Institut genehmigt werden. Nur Medikamente, die eine gute Chance haben, bei einer Krankheit zu helfen, dürfen überhaupt getestet werden. Auch die Ethikkommissionen an den Universitäten, in denen Mediziner, Juristen und Laien sitzen, müssen das Vorhaben absegnen.

          Bevor überhaupt ein Medikament an Menschen getestet wird, wird es oft jahrelang auf pharmakologischer und toxikologischer Ebene untersucht – die Wirkstoffe werden also zum Beispiel an Zellkulturen und später auch an Tieren getestet und müssen zeigen, dass sie verträglich sind.

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