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Absätze gehen zurück : Nur jeder siebte Amerikaner greift noch zur Zigarette

  • -Aktualisiert am

Die Amerikaner kaufen immer weniger Zigaretten. Bild: AFP

In den Vereinigten Staaten hat die Zahl der Raucher einer Studie zufolge ein historisches Tief erreicht. Das liegt aber nicht an einem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein.

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          Amerikaner greifen immer seltener zur Zigarette. Laut einer Studie der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) rauchten 2017 knapp 14 Prozent aller Amerikaner. Im Vorjahr zählte die Gesundheitsbehörde noch etwa 16 Prozent. Auch bei Jugendlichen erreichte die Zahl der Zigarettenraucher ein historisches Tief. An Highschools waren es nur neun Prozent der Schüler, die regelmäßig rauchten. In Deutschland greift derweil fast jeder dritte Mann und fast jede vierte Frau zur Zigarette. Obwohl in den Vereinigten Staaten mehr als 30 Millionen Erwachsene weiterhin rauchen, verwies K. Michael Cummings, ein Mitglied der Tabakforschungsgruppe an der Medizinischen Universität in South Carolina, auf den positiven Trend. „Der Konsum entwickelt sich in die richtige Richtung. Die Zigarettenkäufe gehen zurück“, sagte Cummings.

          Anfang der sechziger Jahre hatten noch mehr als vier von zehn Amerikanern regelmäßig zu Zigaretten gegriffen. Die Centers for Disease Control and Prevention schrieben den Rückgang der Zahl der Raucher vor allem Rauchverboten, Tabaksteuern und Aufklärungskampagnen zu. Vor etwa 30 Jahren ließ die amerikanische Regierung erstmals Warnhinweise auf Zigarettenschachteln drucken. 2012 ersetzten die Gesundheitsbehörden die kleingedruckten Hinweise mit großflächigen Fotos von Leichen und krebszerfressenen Lungen, um Raucher abzuschrecken.

          Wissenschaftler schrieben den rückläufigen Zigarettenkonsum auch der Beliebtheit von elektronischen Zigaretten zu. Da die E-Zigaretten flüssiges Nikotin erhitzen und im Unterschied zu herkömmlichen Zigaretten keine Schadstoffe durch das Verbrennen von Tabak frei werden, nutzten viele Raucher die Technik zur sanften Entwöhnung. Gleichzeitig warnen einige Forscher vor E-Zigaretten als Einstieg in den Tabakkonsum. In den Vereinigten Staaten nutzen bereits drei Prozent aller Erwachsenen regelmäßig diese „Dampfer“.

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