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Grassierendes Norovirus : Hände waschen!

Meist wird das Virus von Mensch zu Mensch weitergeben. Seltener können Infektionen auch von kontaminierten Speisen ausgehen. Deshalb ist der beste Schutz regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife. Lieber einmal mehr als zu wenig. Der Keim ist gegen einige Desinfektionsmittel resistent; wer sich mit deren Hilfe schützen will, muss viruzide, Viren abtötende, Mittel verwenden.

Desinfektionsmittel helfen nicht zwingend, es müssen solche sein, die Viren abtöten.
Desinfektionsmittel helfen nicht zwingend, es müssen solche sein, die Viren abtöten. : Bild: dpa

Welche Symptome zeigen sich?

Meist starkes Erbrechen mit Magenkrämpfen, gefolgt von Durchfall sowie Mattigkeit. Es gebe auch milde Verläufe, die sich nur durch Bauchschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl zeigten, sagt Lohse.

Wer ist ansteckend?

Ansteckend ist, wer Symptome zeigt. Die erste Phase des Erbrechens ist die bei weitem ansteckendste. Ärzte gehen davon aus, dass man 48 Stunden nachdem die Symptome abgeklungen sind, nicht mehr infektiös ist.

Ist, wer krank war, immun?

Für wie lange eine überstandene Infektion tatsächlich eine schützende Immunität beim Betroffenen hervorruft, ist wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen. Doch die Praxis zeigt: Eine durchgemachte Infektion ist meist ein Schutz vor einer Neuinfektion mit demselben Norovirus-Subtyp. Ändert sich aber der Typ, ist man nicht mehr ausreichend geschützt, meist aber verläuft eine zweite Infektion deutlich milder. Mediziner sprechen dann von einer Teilimmunität.

Wie schütze ich Andere?

Bei sonst gesunden Menschen geht eine Norovirus-Infektion meist komplikationslos und schnell vorbei. Lohse rät deshalb zum Schutz für Andere, den Hausarzt oder den notärztlichen Dienst telefonisch zu kontaktieren, um nach Rat zu fragen. Möglichst nicht in die Notaufnahme kommen, wo die große Gefahr besteht, andere Patienten und das Klinikpersonal anzustecken. Ausnahmen können kleine Kinder, alte Menschen und chronisch Kranke bilden; bei ihnen kann die Infektion schwerer verlaufen. Ist einer aus der Familie krank, sollten unterschiedliche Handtücher benutzt, nach Möglichkeit verschiedene Toiletten genutzt, Körperkontakt gemieden und Hände gewaschen, gewaschen und gewaschen werden.

Welche Erreger gibt es noch?

Zahlreiche Bakterien und Viren können Durchfallerkrankungen hervorrufen. Bakterielle Infektionen dauern meist länger als virale. Rotaviren befallen vor allem Kinder, die Gefahr dabei: Ihr Körper kann bei Erbrechen und Durchfall schnell austrocknen. Gegen Rotaviren gibt es im Gegensatz zu Noroviren eine Impfung. „40 Million Fälle von infektiös bedingten Durchfallerkrankungen gibt es im Jahr in Deutschland“, sagt Lohse. Im Schnitt trifft es also jeden zweiten Deutschen im Jahr einmal.

Was passiert im Körper?

„Ehrlich gesagt“, bemerkt Lohse, „sind Symptome wie Durchfall und Erbrechen von der Medizin noch nicht gut verstanden.“ Man gehe davon aus, dass ein Teil der Symptome direkt durch den Erreger entsteht, ein anderer Teil durch die Immunantwort des Körpers. Es gibt Theorien, dass manche Erreger die Schleimhautzellen im Magen-Darm-Trakt so beeinträchtigen, dass diese ihre Arbeit nicht mehr richtig tun können.

Helfen Cola und Brezel?

„Der Patient braucht Wasser, Salze und Energie, am besten in Form von Kohlehydraten“, sagt Lohse. Bei starkem Durchfall könne das Einnehmen von Elektrolytlösungen aus der Apotheke sinnvoll sein. „Cola und Salzstangen verbinden den Bedarf an Flüssigkeit, Kohlehydraten und Salz.“ Aber Tee und salzige Suppe sowie Weißbrot seien besser verträglich. Generell aber gilt: Man kann essen, auf was man Lust hat. Meist steuert der Körper den Appetit so, dass er bekommt, was er benötigt. Ach, und Bettruhe hilft natürlich auch, um schnell wieder auf den Beinen zu sein.

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