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Restaurants in New York : Achtung Salz

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Ist zu viel Salz ungesund? In New York werden Bürger vor hohem Salzkonsum gewarnt. Bild: dpa

Die Stadt New York setzt seinen Kampf für die Gesundheit seiner Bürger fort. Die neueste Regel: Restaurants müssen vor zu salzigen Speisen warnen.

          Nach Transfetten und Kalorien ist nun das Salz dran: Restaurant-Ketten in New York müssen künftig Gerichte mit einem hohen Salzanteil kennzeichnen. Nach der am Dienstag in Kraft getretenen Regelung müssen Restaurant-Ketten, die in den Vereinigten Staaten mehr als 15 Filialen betreiben, in ihren Niederlassungen in der Ostküstenmetropole sehr salzige Gerichte mit einem schwarz-weißen Salzstreuer auf der Speisekarte kennzeichnen.

          Ab dem 1. März werde bei Missachtung der Vorschrift ein Bußgeld von 200 Dollar (189 Euro) fällig, sagte Sonia Angell von der örtlichen Gesundheitsbehörde. Die Regelung gilt für Gerichte mit einem Natriumgehalt von 2,3 Gramm - das entspricht etwa einem Teelöffel Salz und ist die empfohlene Tageshöchstmenge.

          Die größte Stadt der Vereinigten Staaten ergriff bereits mehrmals die Initiative im Kampf gegen ungesundes Fast Food und nahm dabei eine Vorreiterrolle ein. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Michael Bloomberg führte New York 2006 ein Verbot von Transfetten in Restaurant- und Café-Ketten ein.

          Diese industriell veränderten Fette ermöglichen eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln, sorgen aber für einen Anstieg des „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegels und ein Sinken des „guten“ HDL-Cholesterinspiegels. Im Juni empfahl die amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit der Lebensmittelindustrie im ganzen Land, dem Vorbild New Yorks zu folgen.

          Vorreiterrolle bei Angabe des Kaloriengehalts

          2008 wurde New York die erste Stadt der Vereinigten Staaten, in der Restaurant-Ketten den Kaloriengehalt der Gerichte angeben müssen. Dies wird nach einem Beschluss der Gesundheitsbehörde ab dem 1. Dezember 2016 im ganzen Land Pflicht. Gescheitert ist Bloomberg allerdings mit seinem Versuch, den Verkauf von riesigen Softdrinks zu verbieten. Der Versuch, die Menge zuckerhaltiger Getränke auf etwas weniger als einen halben Liter pro Person zu beschränken, scheiterte vor Gericht.

          Die Kennzeichnung des hohen Salzgehalts hatte die New Yorker Gesundheitsbehörde im September beschlossen. Salz ist die Hauptquelle für Natrium. Dessen erhöhter Konsum kann zu Bluthochdruck führen und erhöht das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation nehmen die meisten Menschen zu viel Salz durch die Nahrung auf: Durchschnittlich werden pro Person und Tag neun bis zwölf Gramm verzehrt, etwa das Doppelte der empfohlenen Höchstmenge.

          Da die Kennzeichnungspflicht nur für große Ketten gilt, sind die meisten New Yorker Lokale nicht betroffen. Und ob das Wissen über den hohen Salzgehalt die Kunden vom Verzehr ungesunder Speisen abhält, ist unklar. Einer Studie der New Yorker Medizinhochschule zufolge hat sich die durchschnittliche Kalorienzahl der in New Yorker Gaststätten bestellten Gerichte zwischen 2008 und 2014 nicht verändert – trotz der Kalorienangabe auf der Speisekarte.

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