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Erkrankungen und Todesfälle : New York spricht „Notfall-Verbot“ gegen E-Zigaretten aus

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Bild: dpa

Der Bundesstaat New York hat ein weitflächiges Verbot gegenüber tausenden Geschmacksrichtungen von E-Zigaretten angekündigt – etliche Krankheiten und auch Todesfälle werden auf sie zurückgeführt. Das Weiße Haus will zügig nachziehen.

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          New York hat ein „Notfall“-Verbot gegenüber E-Zigaretten mit Geschmack verhängt. Grund für die drastische Maßnahme seien eine landesweite epidemische Ausbreitung von ernstzunehmenden Erkrankungen und einigen Todesfällen, die mit dem Inhalieren der Geschmacksverstärker in den Zigaretten in Verbindung gebracht werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag mitteilte.

          Der Gouverneur Andrew Cuomo sagte auf einer Konferenz, der Konsum sei gefährlich. „Es bindet Millionen Menschen in einem sehr jungen Alters an Nikotin.“ Ein Sprecher des Gouverneurs, Jason Cornwall, sagte, das Verbot betreffe über 15.000 Geschmacksrichtungen von E-Zigaretten und Dampfflüssigkeiten wie Mango, Kaugummi und Zuckerwatte – auch die beliebte Geschmacksrichtung Minze falle künftig unter die verbotenen Geschmacksrichtungen.

          Fast 400 Fälle von Atemwegserkrankungen in Dutzenden amerikanischen Staaten werden mit dem Konsum von E-Zigaretten in Verbindung gebracht und mindestens sechs Personen sind in Folge ihrer Erkrankungen gestorben. Experten konnten die genaue Ursache der Krankheiten oder ein konkretes Produkt noch nicht ausmachen.

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          Das sogenannte „Vaping“, also der Konsum von E-Zigaretten, gilt als kontrovers, da es Millionen neuer Konsumenten zum Rauchen und auch zum verstärkten Konsum von Cannabis geführt haben soll. Fürsprecher sind der Meinung, dass E-Zigaretten weniger schädlich als Rauchen sind und dafür genutzt werden können, mit dem Tabak -Rauchen aufzuhören.

          Die angestiegene Zahl von Erkrankungen deutet jedoch darauf hin, dass die Kritiker mit der Annahme richtig liegen, dass Nikotin weiterhin ein hoch süchtig machender Stoff bleibt – besonders für junge Menschen. Außerdem gibt es sowohl in Amerika als auch in Europa größtenteils sehr geringe Regulierungsmaßnahmen.

          In Amerika ist New York nicht der erste Bundesstaat, der das Rauchen von E-Zigaretten stark eingeschränkt hat. Michigan begann in diesem September mit einem Verbot und zahlreiche andere Staaten wie Kalifornien und Massachusetts erwägen ebenfalls nachzuziehen. Letzte Woche ließ das Weiße Haus verkünden, dass ein landesweites Verbot – falls limitiert, dann gegenüber E-Zigaretten mit Geschmack – in Erwägung gezogen wird. Der amerikanische Präsident Donald Trump soll in wenigen Wochen einen entsprechenden Entwurf vorstellen.

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