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Bei Karlsruhe : Nach Tuberkulose-Fällen in Schule rechnet Behörde mit mehr Erkrankten

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Eine Übertragung der durch Bakterien ausgelösten Krankheit Tuberkulose findet über Tröpfchen in der Luft statt. Bild: dpa

Mehr als 100 Infizierte und vier Erkrankte – Tuberkulose-Fälle in einer Schule sorgen für Aufregung. Es könnten noch mehr erkranken, sagt das Gesundheitsamt. Die Situation sei aber im Griff.

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          Nach der hohen Zahl der mit Tuberkulose Infizierten an einer Schule in Bad Schönborn (Kreis Karlsruhe) rechnet das Landratsamt Karlsruhe mit mehr Erkrankungen. „Wir gehen davon aus, dass wir weitere Erkrankungsfälle bekommen können“, sagte Gesundheitsdezernent Knut Bühler am Donnerstag. Derzeit verzeichnet die Behörde 4 erkrankte Schüler und 109 infizierte Schüler, Lehrer und Beschäftigte der Gemeinschaftsschule. Der Schulbetrieb werde nach den Ferien aber ganz normal weitergehen. „Wir haben die Situation im Griff“, betonte Bühler.

          Die erste Erkrankung war den „Badischen Neuesten Nachrichten“ (BNN) zufolge vor den Pfingstferien bei einem Achtklässler der Gemeinschaftsschule festgestellt worden, die zweite Erkrankung bei seinem Bruder, der auf eine andere Schule geht. Bei den folgenden Untersuchungen wurde nach Angaben der Behörde „eine hohe Zahl von Ansteckungen“ festgestellt - und auch zwei weitere Erkrankungen von Schülern. Alle vier Erkrankten seien auf dem Weg der Besserung. Sie seien gezielt mit einer Antibiotika-Therapie behandelt worden.

          Die Behörde betont: Nicht jeder Infizierte werde auch krank. „Die Tuberkulose ist heute in der Regel eine behandelbare und heilbare Erkrankung“, heißt es auch auf ihrer Webseite. Zwar seien so viele Ansteckungen über alle Klassenstufen hinweg „ungewöhnlich“, meinte Bühler. Tuberkulosefälle seien aber normal. Jährlich würden 50 bis 60 Fälle im Landratsamtsbereich verzeichnet.

          Die hohe Zahl sei durch die Kontakte des Jungen, der „hochansteckend“ gewesen sei, und durch die Raumsituation in der Schule erklärbar. So habe es auf einem Flur etwa gemeinsame Wartezeiten der Mitschüler gegeben, erläuterte Bühler. Um auszuschließen, dass unter den Infizierten noch mehr Erkrankte sind, gibt es in den nächsten Wochen weitere Untersuchungen, unter anderem mit Röntgenaufnahmen.

          Eine Übertragung der durch Bakterien ausgelösten Krankheit Tuberkulose findet nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) über Tröpfchen in der Luft statt. Erkrankte leiden unter Kraftlosigkeit, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme oder anhaltendem Husten.

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