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Nach Todesfall : Kalifornien sagt E-Zigaretten den Kampf an

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Der amerikanische Bundesstaat Kalifornien will stärker gegen E-Zigaretten vorgehen. Bild: dpa

Nach einem Todesfall durch E-Dampfer zieht der Pazifikstaat Konsequenzen. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat unter anderem eine millionenschwere Aufklärungskampagne angekündigt.

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          Kalifornien nimmt den Kampf gegen E-Zigaretten auf. Nach dem ersten Todesfall im Pazifikstaat und mehr als 60 Meldungen über Lungenerkrankungen in Verbindung mit den sogenannten Dampfern kündigte Gouverneur Gavin Newsom am Montag eine 20 Millionen Dollar teure Aufklärungskampagne an. Zudem forderte er die kalifornischen Gesundheits- und Steuerbehörden auf, Warnhinweise auf Produkten und höhere Abgaben zu erwägen.

          E-Zigaretten werden in Kalifornien geringer besteuert als herkömmliche Tabakprodukte. Höhere Preise sollen besonders Jugendliche treffen. Laut den Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) hatten im Jahr 2018 fast fünf Millionen amerikanische Schüler zu E-Zigaretten gegriffen. Nach insgesamt sechs Todesfällen und mehr als 450 gemeldeten Lungenerkrankungen, die meist nach dem Konsum cannabishaltiger E-Zigaretten auftraten, hatte die Gesundheitsbehörde vorerst von „Vaping“ abgeraten. Welche Wirkstoffe die Beschwerden auslösten, bleibt offen. In verschiedenen Proben waren unerwartet hohe Mengen von Vitamin-E-Acetat nachgewiesen worden.

          Forscher der Duke University in North Carolina fanden jetzt bei der Untersuchung von E-Zigaretten mit Mentholgeschmack zudem „besorgniserregend hohe Konzentrationen“ von Pulegon, einem eventuell krebserregenden Geschmacksstoff. In Lebensmitteln wurde Pulegon in den Vereinigten Staaten schon im vergangenen Jahr verboten. Für die Verwendung des Stoffs in elektrischen Zigaretten gibt es dagegen bislang keine Regelungen.

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