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Organtransplantation : Die Niere war da, doch der Patient fehlte

Die Niere war da – doch der Patient, dem sie transplantiert werden sollte, hat gefehlt. (Symbolbild) Bild: dpa

Bei Organtransplantationen zählt jede Sekunde. Weil sie ihren Patienten im entscheidenden Moment aber nicht erreichen konnten, haben Ärzte in München den Polizeinotruf gewählt.

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          Ein ungewöhnlicher Notruf ist in der Nacht von Sonntag auf Montag um 23.20 Uhr im Polizeipräsidium München eingegangen. Die Ärztin eines Transplantationszentrums eines Münchner Krankenhaus bat die Polizei dringend um Hilfe: Sie war auf der Suche nach einem 65 Jahre alten Patienten, der seit einiger Zeit schon auf eine Spenderniere wartete, wie das Polizeipräsidium am Dienstag mitgeteilt hat.

          Karin Truscheit
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Die Ärztin erklärte, dass gerade ein geeignetes Organ eingetroffen sei und der Patient umgehend verständigt werden müsse. Allerdings hatte das Krankenhaus den Patienten bislang nicht erreichen können, um ihn auf die Operation vorzubereiten. Da keine Zeit zu verlieren war, fuhr eine Streife sofort zum Wohnort des Patienten in Ottobrunn, wo die Polizisten den Mann auch antrafen.

          Das Transplantationszentrum schilderte den Polizisten dann am Telefon, dass der Mann „sofort und auf schnellstem Wege“ in die Klinik gebracht werden müsse. Somit fuhren die Polizisten den Patienten direkt in das Krankenhaus. Er konnte noch rechtzeitig operiert werden und hat die Operation gut überstanden.

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