https://www.faz.net/-gum-96mof

München : Cannabispatienten müssen Waffenschein abgeben

  • Aktualisiert am

Anerkannte medizinische Behandlung: der Konsum von Cannabis kann aus medizinischen Gründen erlaubt sein. Bild: AP

Wer Cannabis aus medizinischen Gründen konsumieren darf, muss seinen Waffenschein abgeben. Das hat der Bayrische Verwaltungsgerichtshof entschieden.

          1 Min.

          Cannabispatienten dürfen in ihrer Behandlungszeit keinen Waffenschein besitzen. Das geht aus einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs hervor, das am Mittwoch in München veröffentlicht wurde. Ein Jäger aus dem Landkreis Miesbach wollte nicht akzeptieren, dass das Landratsamt ihm die Waffenbesitzkarte und den Jagdschein entzogen hatte – weil er täglich mehrfach Cannabisblüten inhaliert (Aktenzeichen: 21 CS 17.1521).

          Das Gericht ist allerdings der Auffassung, dass auch bei medizinisch begründetem regelmäßigem Cannabis-Konsum ein verlässlicher Umgang mit Waffen und Munition nicht gewährleistet ist. Es gebe keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, wonach sich die Wirkungsweisen des Rauschmittels bei medizinisch überwachtem Cannabis-Konsum von denen bei Cannabis-Missbrauch unterscheiden.

          Im März 2017 hatte der Bund erlaubt, dass bestimmte Patienten Cannabis auf Rezept als Schmerzmittel bekommen können.

          Weitere Themen

          Anna Sorokin verliebt sich im Gefängnis

          Hochstaplerin : Anna Sorokin verliebt sich im Gefängnis

          Liebe in Zeiten des Hochstaplertums: die deutsch-russische Betrügerin Anna Sorokin hat sich Medienberichten zufolge im amerikanischen Gefängnis verliebt. Es gehen sogar Hochzeitsgerüchte um.

          Topmeldungen

          Seit September 2017 gilt das WLTP, ein weltweit harmonisiertes Prüfprogramm. Hier eine Abgasprüfung beim TÜV Rheinland.

          Das Grenzwert-Drama : 95 Gramm

          Von 2020 an dürfen Neufahrzeuge in Europa im Schnitt nur noch vier Liter Benzin oder dreieinhalb Liter Diesel verbrauchen. Wie es zu einem Grenzwert kam, der die Grenzen der Physik sprengt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.