https://www.faz.net/-gum-7tr2a

Mehr als 1200 Tote : Minister: Ebola-Epidemie bedroht Existenz Liberias

  • Aktualisiert am

Verzweifelter Kampf gegen Ebola in Liberia Bild: dpa

Die Regierung Liberias schlägt Alarm: Das Land sei der Ebola-Epidemie nicht gewachsen und sei ernsthaft in Gefahr. Allein in Liberia sind bislang mehr als 1200 Infizierte gestorben.

          1 Min.

          Angesichts der rapiden Ausbreitung der Ebola-Epidemie schlägt die Regierung Liberias Alarm. „Liberia sieht sich einer ernsthaften Bedrohung seiner nationalen Existenz gegenüber“, sagte Verteidigungsminister Brownie Samukai am Dienstag in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat. Das Gesundheitssystem Liberias sei der Epidemie nicht gewachsen, sagte Samukai. Sein Land verfüge weder über eine ausreichende Infrastruktur noch über das nötige Fachpersonal und die finanziellen Mittel, um die Ausbreitung der Krankheit wirksam zu bekämpfen.

          Ebola-Verbreitung in Afrika
          Ebola-Verbreitung in Afrika : Bild: dpa

          Amerikas Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, rief in die internationale Gemeinschaft zu einem größeren Engagement im Kampf gegen das tödliche Virus auf. Die derzeitigen Anstrengungen seien nicht ausreichend. Die Vereinigten Staaten haben derzeit den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat inne.

          Vereinigte Staaten : Weiterer Ebola-Patient

          Nach Angaben der WHO steckten sich seit März in den drei am schwersten betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 4269 Menschen mit Ebola an. 2288 von ihnen starben. Zudem sei in den kommenden drei Wochen mit tausenden neuen Ebola-Fällen zu rechnen, vor allem in Liberia, das allein 1224 Ebola-Tote zu beklagen hat.

          Liberia, Guinea und Sierra Leone gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte am Freitag gefordert, die Hilfen für die betroffenen Staaten um 600 Millionen Dollar (knapp 460 Millionen Euro) aufzustocken.

          Weitere Themen

          Rekord-Fund an Cannabis in Europa

          135.000 Marihuana-Pflanzen : Rekord-Fund an Cannabis in Europa

          Die spanische Polizei hat in Toledo die größte Cannabis-Plantage Europas entdeckt. Laut Ermittlern entwickelt sich Spanien immer mehr zu einem Zentrum für illegalen Drogenhandel.

          Ohne Maske zum Friseur in Hamburg

          Corona-Pandemie : Ohne Maske zum Friseur in Hamburg

          In Hamburg dürfen Geimpfte und Genesene fortan wieder ohne Maske einkaufen oder zum Friseur, wenn dort die 2-G-Regel gilt. Und Ischgl startet am 25. November in die Wintersportsaison.

          Topmeldungen

          Julian Reichelt

          Der Fall Julian Reichelt : Was uns der Rauswurf des Bild-Chefs sagt

          Der „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt ist seinen Job los. Bei seinem Betragen ist das nur angemessen. Springer-Chef Döpfner hält ihn indes für einen „Rebellen“. Das ist der falsche Begriff.
          Der tschechische Präsident Miloš Zeman liegt gegenwärtig auf der Intensivstation des Militärkrankenhauses in Prag.

          Miloš Zeman : Ein kranker Präsident und sein toxisches Umfeld

          Die Erkrankung des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman offenbart die Zustände in der Präsidialverwaltung auf der Prager Burg. Gegen Zemans „Kanzler“ ermittelt nun sogar die Polizei.
          Am Fließband könnte die Ampel bald auf Rot stehen: den Autoherstellern fehlt der Werkstoff Magnesium.

          Metall-Mangel : Jetzt fehlt den Autoherstellern auch noch Magnesium

          Schon vor Wochen wurde davor gewarnt, jetzt könnte es tatsächlich Realität werden: Ein Stopp der Autoproduktion wegen fehlender Werkstoffe. Chinesisches Magnesium bereitet Kopfzerbrechen.
          Ein neues Haus kann ganz schön teuer werden. 26:31

          F.A.Z. Podcast Finanzen : Vorsicht vor teuren Häusern!

          Selbst Gutverdiener können sich mit dem Kredit fürs Haus schnell übernehmen. F.A.Z.-Kolumnist Volker Looman erklärt die größten Risiken und wie man sie umgeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.