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Minderwertige Silikonkissen : Frankreich rät 30.000 Frauen zu Brust-Operation

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Ein Silikon-Implantat des Herstellers PIP Bild: dpa

Nachdem acht Frauen mit gerissenen Silikon-Implantaten an Krebs erkrankt waren, ruft Frankrichs Gesundheitsministerium 30.000 Betroffene auf, ihre Implantate vorsorglich entfernen zu lassen.

          Das französische Gesundheitsministerium hat Medienberichten zufolge eine vorsorgliche Entfernung von minderwertigen Silikon-Brustimplantaten empfohlen. Gesundheitsminister Xavier Bertrand hat nach Angaben der Website der Tageszeitung „Le Figaro“ den 30.000 betroffenen Frauen am Freitag zu einer erneuten Operation geraten, auch wenn die Silikonkissen keine Defekte oder Risse zeigten. Eine derartige staatlich empfohlene Rückruf-Aktion ist im Bereich der Schönheitschirurgie bisher beispiellos.

          Zuvor waren acht Fälle von Krebserkrankungen bei Frauen aufgetreten, deren Implantate gerissen waren und sich durch den Körper verbreiteten. Allerdings ist bislang kein ursächlicher Zusammenhang zwischen den minderwertigen Implantaten des französischen Herstellers PIP und den Krebserkrankungen nachgewiesen. Der Pressesprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Maik Pommer, warnte indes vor Panik: „Es ist nicht auszuschließen, dass wir uns der generellen Empfehlung der französischen Behörden anschließen, sollte sich das Risiko in dieser Form auch für Deutschland bestätigen“, sagte er.

          Mehr als 2000 Frauen haben seit März 2010 in Frankreich gegen die PIP-Implantate vor Gericht geklagt. Auch in Großbritannien sind mehr als 250 Frauen mit PIP-Einlagen gegen Krankenhäuser und Ärzte vor Gericht gezogen. Nach Schätzungen der Gesundheitsbehörden wurden dort bei mehr als 40.000 Frauen Implantate des französischen Herstellers PIP eingesetzt. Das Unternehmen ist 2010 in Konkurs gegangen.

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