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Medikamente : Zulassungsverfahren für Arznei-Wirkstoffe soll geändert werden

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Die Anwältin eines der Opfer bei einer Pressekonferenz in London Bild: dpa/dpaweb

Nach der schweren Erkrankung von Testpersonen im Zuge eines Medikamententests durch ein deutsches Unternehmen in London soll das Zulassungsverfahren für neue Wirkstoffe in Deutschland geändert werden. Die Tests hätten auch hierzulande durchgeführt werden können.

          Nach der schweren Erkrankung von Testpersonen im Zuge eines Medikamententests durch ein deutsches Unternehmen in London soll das Zulassungsverfahren für neue Wirkstoffe in Deutschland geändert werden. „Künftig werden wir vorschreiben, daß neue Wirkstoffe nur noch nacheinander an Menschen getestet werden“, sagte der Präsident des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, der „Berliner Zeitung“ vom Freitag.

          Bei den Londoner Tests mit einem in Deutschland entwickelten Präparat wurden alle sechs Patienten gleichzeitig mit dem Stoff behandelt, worauf sie alle erkrankten.

          Noch immer zwei Patienten in Lebensgefahr

          Die deutsche Pharma-Firma TeGenero hat sich unterdessen bei den Angehörigen der Probanden entschuldigt. Zwei der Testpersonen schwebten den behandelnden Ärzten zufolge am Donnerstag weiter in Lebensgefahr. Der Zustand der vier weiteren Probanden war den Angaben zufolge immer noch ernst. Die Patienten zeigten jedoch erste Anzeichen einer Besserung.

          Im Auftrag des Würzburger Unternehmens war das zur Behandlung von chronischen Entzündungen und Leukämie entwickelte Medikament in London an den Männern getestet worden. Sie brachen nach Einnahme des Medikamentes zusammen und wurden auf die Intensivstation gebracht.

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