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Seuche in Westafrika : Liberias stellvertretende Gesundheitsministerin unter Ebola-Quarantäne

  • Aktualisiert am

Helfer verbrennen die Kleidung von Ebola-Patienten Bild: AFP

Die Epidemie bedroht auch Liberias Regierung: Vize-Gesundheitsministerin Bernice Dahn hat sich unter Quarantäne gestellt, nachdem sich ihr Assistent infiziert hatte. Die Zahl der Toten in der Region ist auf über 3000 gestiegen.

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          Liberias Vize-Gesundheitsministerin Bernice Dahn hat sich nach dem Tod eines Mitarbeiters durch Ebola selbst unter Quarantäne gestellt. Ein Regierungssprecher sagte, dies sei eine vorbeugende Maßnahme, nachdem ihr Assistent sich mit dem Virus angesteckt habe. Dahn ist die ranghöchste Ärztin des westafrikanischen Landes, das am stärksten von dem jüngsten Ebola-Ausbruch betroffen ist.

          Die Zahl der Toten infolge der Ebola-Epidemie in Westafrika hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile die Marke von 3000 überschritten. Wie die WHO am Samstag mitteilte, starben nach jüngsten offiziellen Zahlen von Ende September bislang 3093 Menschen an dem Virus, die Zahl der Infektionen lag insgesamt bei mehr als 6500 Fällen. Besonders betroffen von der Seuche sind die Länder Liberia mit 1830 Toten, Guinea mit 648 Toten und Sierra Leone mit 605 Toten.

          Senegal öffnete unterdessen einen Luftkorridor für humanitäre Hilfe für die drei Länder. Auf diesem Wege könnten Medikamenten, Ausrüstung und Helfer in die betroffenen Regionen gebracht werden, „um Menschenleben zu retten“, sagte die senegalesische Gesundheitsministerin Awa Marie Coll Seck im Beisein von UN-Vertretern.

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