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Epidemie : Kongo bestätigt 17 Ebola-Fälle

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Krankenpfleger in Schutzkleidung Mitte Mai im Kongo: Das Ebola-Virus ist äußerst ansteckend. Bild: AFP

Anderthalb Dutzend Ebola-Fälle hat der Kongo inzwischen gemeldet, davon mehrere in einer Millionenstadt. Das Risiko der Ausbreitung ist laut WHO sehr hoch.

          Der Kongo hat inzwischen 17 Fälle des gefährlichen Ebola-Virus bestätigt. Die drei neuesten Fälle seien in der Millionenstadt Mbandaka festgestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium des Landes spät am Freitag mit. Somit sind insgesamt vier Ebola-Fälle in der Stadt mit rund 1,2 Millionen Einwohnern eingetreten.

          Weil Mbandaka über einen Fluss, Straßen und den Flughafen mit anderen Städten vernetzt ist, ist das Risiko der Ausbreitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge für den Kongo sehr hoch und die Region hoch. Allerdings sieht sie das globale Risiko einer Ausbreitung momentan als niedrig.

          Derzeit geht das Ministerium von 43 möglichen Fällen aus. Bei 17 wurde das Virus nachgewiesen, bei 21 Fällen hielten die Behörden die Ebola-Infektion für wahrscheinlich, in fünf weiteren Fällen für möglich. 25 Menschen waren bislang gestorben. Zwar ist dies der neunte Ebola-Ausbruch in den vergangenen 40 Jahren im Kongo. Allerdings waren laut Ärzte ohne Grenzen alle bisher in isolierten Regionen, so dass sich die Krankheit nie weit ausbreiten konnte.

          Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Bei einer verheerenden Ebola-Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11.000 Menschen.

          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Ausbruch der lebensgefährlichen Ebola-Seuche im Kongo noch keine Gefahr für die internationale Gemeinschaft. Das Notfallkomitee der Organisation sah nach Beratungen am Freitag in Genf noch keinen Anlass, offiziell einen „internationalen Gesundheitsnotstand“ auszurufen, wie es in einer Erklärung hieß. In einem solchen Fall hätte die WHO die grenzübergreifende Koordination der Seuchenbekämpfung übernommen und zusätzliche internationale Mittel mobilisiert.

          Die WHO behielt es sich aber ausdrücklich vor, doch noch einen internationalen Notstand auszurufen, „wenn sich die Epidemie erheblich ausweitet oder über Grenzen hinweg verbreitet“.

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