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Gefahren für Frühchen : Wie die Känguru-Methode das Leben retten könnte

  • -Aktualisiert am

Je früher man die Eltern in die Versorgung ihres Kindes miteinbeziehe, desto stabiler sei ihre Psyche. Der Haut-zu-Haut-Kontakt spiele dabei eine große Rolle. Bild: dpa

Kommt ein Kind zu früh auf die Welt, braucht es die perfekte Versorgung. Hier kann Deutschland etwas von einem Entwicklungsland wie Malawi lernen – und einer von Kängurus abgeschauten Methode.

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          Wenn eine Frau zu Beginn ihrer Schwangerschaft die freie Wahl hätte, in welchem Land sie diese Monate in froher Erwartung verbringen möchte und wo sie dann schließlich ihr Kind auf die Welt bringen wollte, würde sie wohl eher nicht Malawi wählen. Das kleine Binnenland im Südosten des afrikanischen Kontinents verzeichnet die weltweit höchste Rate an Frühgeburten. Fast ein Fünftel aller Kinder kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt, der international gültigen Grenze für eine Frühgeburt, viele noch weit früher. All diese Frühchen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Infektionskrankheiten zu bekommen und sich körperlich und geistig langsamer zu entwickeln.

          Malawi wird von Tansania, Moçambique und Sambia umrahmt. Die Bevölkerungszahl liegt bei rund 18 Millionen, Tendenz stark steigend. Jede Frau hat im Durchschnitt 4,6 Kinder; diese Zahl sinkt seit ein paar Jahren. Gut 80 Prozent der Menschen leben in ländlichen Gebieten. Produziert werden vor allem Tabak, Zucker, Tee und Kaffee – allesamt Güter, deren Wertschöpfung hauptsächlich auf anderen Kontinenten realisiert wird.

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