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Diabetes : „Eine Amputation ist in unserem System oft lukrativer“

Unsere Ernährungsweise mit viel verstecktem Zucker ist mitverantwortlich für die große Zahl an Menschen, die an Diabetes leidet. Bild: dpa

Die Zahl der Diabetes-Patienten steigt stetig. Jeden Tag werden hierzulande rund 750 neue Diagnosen gestellt. Das bringt das Gesundheitssystem an seine Grenzen – mit fatalen Folgen, warnt Diabetologe Kilian Rittig im Interview.

          2 Min.

          Herr Rittig, Sie sagen, die Versorgung von Diabetespatienten sei unzureichend. Woran machen Sie das fest?

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Vor allem an der Prävention der Sekundärkomplikationen. Ein Diabetiker muss einmal im Quartal zur Untersuchung zum Arzt. Das zahlt die Kasse. Dort werden dann die Blutwerte gecheckt. Eine Fußinspektion ist aber nur einmal im Jahr vorgesehen, die Messung der Durchblutung gar nicht. Das ist ein Missstand, denn zu den häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes zählen verschlossene Gefäße am Bein.

          Sie fordern also, dass mehrmals im Jahr der Fuß inspiziert wird?

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