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In Deutschland : In zwölf Monaten 200 Zika-Fälle bei Reiserückkehrern

Eine Übertragung durch eine Mücke ist bislang in Deutschland nicht bekannt geworden. Bild: dpa

204 Infektionen mit dem Zikavirus hat es in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland gegeben. Fast immer handelte es sich um Reiserückkehrer aus den Ausbruchsgebieten in Mittel- und Südamerika.

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          In den vergangenen zwölf Monaten hat es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 204 Infektionen mit dem Zikavirus in Deutschland gegeben. 157 davon wurden seit Beginn der Meldepflicht am 1. Mai vom RKI in Berlin registriert. Die übrigen Fälle stammen aus der Zeit von Oktober 2015 bis Ende April 2016, wie das RKI der Deutschen Presseagentur bestätigte. In fast allen Fällen habe es sich bei den Erkrankten um Reiserückkehrer aus den Ausbruchsgebieten in Mittel- und Südamerika gehandelt. Die Meldepflicht für Arboviren, zu denen auch das Zikavirus gehört, wurde Anfang Mai eingeführt, damit die Gesundheitsämter schneller auf Infektionen reagieren können.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Eine Übertragung durch eine Mücke ist bislang in Deutschland nicht bekannt geworden. Sie gilt als sehr unwahrscheinlich, da der Hauptüberträger von Zika, die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), in diesen Breiten nicht vorkommt. Einzig die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die in Süddeutschland vereinzelt zu finden ist, käme als Überträger in Betracht. Ob sie das Virus tatsächlich verbreiten könnte, ist nicht abschließend geklärt.

          Im April ist es erstmalig in Deutschland zu einer autochthonen Übertragung auf sexuellem Weg gekommen. Dabei steckte sich eine Frau bei ihrem Partner an, der zuvor in Puerto Rico war. Zu den Symptomen einer Infektion zählen Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung und Fieber. Bei Erwachsenen verläuft eine Erkrankung meist milder als bei anderen von Mücken übertragenen Infektionen. Todesfälle treten selten und nur bei Personen auf, die unter schweren Vorerkrankungen leiden.

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