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Gefahr für Patienten? : „Ältere Chirurgen wollen noch gebraucht werden“

Wer hat hier das Sagen? Gerade wenn es schnell gehen muss wie im OP-Saal, ist eine klare Kommunikation zwischen alten und jungen Ärzten wichtig. Bild: Getty

Obwohl sie längst im Rentenalter sind, operieren viele der Ärzte weiter. Was bedeutet das für die Patienten – und für Hierarchien und Kommunikation im Krankenhaus?

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          Frau Professorin Geiger, Sie haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Chirurgen eine Studie durchgeführt, die zeigt: Immer mehr Chirurgen arbeiten auch dann noch in der Klinik, wenn sie das Rentenalter schon erreicht haben. Was für eine Motivation steckt dahinter?

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Hauptmotivation dieser Ärzte ist, etwas für ihren Selbstwert zu tun, Wertschätzung zu erhalten, ebenso wie das Gefühl, noch gebraucht zu werden. Aber es ist auch der Wunsch, Erfahrung und Wissen an die jungen Ärzte weiterzugeben.

          Bis auf die Motivation, Wissen weiterzugeben, sind das eher egoistische Gründe der älteren Ärzte. Tut das den jüngeren und den Patienten gut?

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