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Hüftprothesen sind Mangelware : Das Geschäft mit den künstlichen Hüftgelenken

  • -Aktualisiert am

Routine-OP: Hüftoperationen wie hier am Universitätsklinikum Tübingen gehören zum Alltag der Mediziner. Bild: dpa

Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks zählt zu den häufigsten Operationen. Doch Kostendruck gefährdet die hochwertige Versorgung. Darunter leiden Patienten – und die werden immer jünger.

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          Besser hätte es nicht laufen können. Nach seiner aktiven Karriere als Profi-Fußballer arbeitete Andreas Hilfiker als Torwart-Trainer beim VfL Wolfsburg. Es war sein Traumjob. Wären da nicht die Schmerzen in der linken Hüfte gewesen. Mit einem leichten Ziehen begann es vor etwa sieben Jahren. War der Schweizer früher schnell und beweglich, hatte er jetzt schon Probleme, sich zu bücken und leichte Drehbewegungen auszuführen. An Sprints und Ausdauerläufe war nicht mehr zu denken. Das Team der vereinseigenen medizinischen Abteilung versuchte zunächst das Hüftgelenk durch gezielte Griffe wieder zu mobilisieren, brachte ihm Übungen zur Kräftigung, Dehnung und Lockerung der Muskulatur bei.

          Anfangs half das ein wenig. Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich das Ziehen zu Stromschlägen, die seinen Körper bei jedem Schritt durchpeitschten. „Selbst im Ruhezustand tat meine Hüfte höllisch weh“, erinnert sich der zweifache Familienvater. „Nachts konnte ich kaum noch schlafen.“ Als weder Schmerzmittel noch Cortison-Spritzen ins Gelenk seine Beschwerden lindern konnten, war Anfang 2017 klar: Hilfiker brauchte eine Hüftprothese – mit damals gerade mal 48 Jahren.

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