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Weltgesundheitsorganisation : Hörprobleme 2050 bei jedem Vierten

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„Unsere Fähigkeit zu hören ist kostbar“, sagte der WHO-Generaldirektor. Bild: dpa

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass im Jahr 2050 jeder vierte Mensch Probleme mit dem Hören haben wird. Selbst in Industriestaaten sind Spezialisten, die helfen können, oft nur schwer greifbar.

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          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass im Jahr 2050 jeder vierte Mensch auf der Welt Probleme mit dem Hören haben wird. Das geht aus dem ersten Welt-Hörbericht der WHO hervor, der am Dienstag in Genf vorgestellt wurde. Demnach werden in 30 Jahren 2,5 Milliarden Menschen mit Einschränkungen leben müssen, was ihr Gehör angeht, 700 Millionen von ihnen werden nicht ohne ein Hörgerät oder eine entsprechende Behandlung auskommen.

          „Unsere Fähigkeit zu hören ist kostbar“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus anlässlich des Welttags des Hörens an diesem Mittwoch. „Ein unbehandelter Hörverlust hat verheerende Auswirkungen auf das Leben eines Menschen, vor allem wenn er jung ist.“ Ihm bleibe zum Beispiel Bildung verwehrt, aber auch die Möglichkeit, ein eigenes Auskommen zu haben.

          Der Hörverlust bei fast zwei Dritteln aller Kinder lässt sich nach WHO-Angaben vermeiden, wenn sie vorsorglich gegen Röteln und Meningitis immunisiert und ihre Ohren schon im Kleinkindalter regelmäßig untersucht und – etwa bei einer Mittelohrentzündung – rechtzeitig behandelt werden. Hörverlust bei Erwachsenen ist meist auf zu viel Lärm und zu wenig ärztliche Betreuung zurückzuführen. In den meisten Entwicklungsländern kommt ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf eine Million Einwohner.

          Doch selbst in Industriestaaten sind Spezialisten nach WHO-Angaben oft nur schwer greifbar. Dabei ließe sich Taubheit häufig vermeiden, wenn ein Arzt frühzeitig eine Diagnose stellen und eine Therapie beginnen könnte. Selbst ein fortgeschrittener Hörverlust könne behandelt und eine Taubheit etwa durch Implantate ausgeglichen werden. Allerdings seien diese Therapien für viele heutzutage oft noch unerschwinglich.

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