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Hirnhautentzündung : FSME durch rohe Ziegenmilch übertragen

Ziegen mit Muttertier auf einem Hof in Brandenburg Bild: ZB

Im Sommer 2016 waren zwei Menschen erkrankt, nachdem sie Ziegenrohmilch von einem Bauernhof auf der Schwäbischen Alb getrunken hatten. Jetzt wurde dieser Infektionsweg untersucht.

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          Die Hirnhautentzündung FSME kann nicht nur durch Zeckenstiche, sondern auch durch rohe Ziegenmilch und Ziegenrohmilchkäse übertragen werden. 2016 waren zwei Menschen an der „Frühsommer-Meningoenzephalitis“ (FSME) erkrankt, nachdem sie Ziegenrohmilch von einem Bauernhof auf der Schwäbischen Alb getrunken hatten. Derartige Ansteckungen waren zuvor nur in Osteuropa vorgefallen, das baden-württembergische Landesgesundheitsamt dokumentierte den erstmals in Deutschland aufgetretenen Infektionsweg deshalb gründlich.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          „Wir haben Daten von der Ziege, der Rohmilch und dem Käse. Die Ziege muss sich durch einen Zeckenbiss infiziert haben“, sagt Ute Mackenstedt, Parasitologin der Universität Hohenheim. Die Wissenschaftlerin warnt zudem davor, dass die Krankheit neuerdings nicht nur vom Holzbock, sondern auch von der Auwaldzecke übertragen wird.

          In der Nähe von Leipzig hat ein Wissenschaftler 600 Auwaldzecken eingesammelt, etwa zehn waren mit dem FSME-Virus infiziert. Während der Holzbock vor allem im Hochsommer aktiv ist, sind die Auwaldzecken auch am Ende des Winters sowie im Herbst in der Natur anzutreffen. Mit Sorge registrieren die Wissenschaftler auch, dass durch Zeckenbisse verursachte FSME-Virusinfektionen immer häufiger in den nördlichen Bundesländern auftreten. Die FSME ist nur symptomatisch behandelbar – der beste Schutz ist die Impfung. 2016 galt als „extremes Zeckenjahr“. Es gab in Deutschland etwa 400 Erkrankungen.

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