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Erkältungszeit Herbst : Rüstzeug gegen Viren

Grippeimpfung

Empfohlen für Leuten über 60 Jahren, Immungeschwächten oder Menschen mit chronischen Erkrankungen: Die Grippeimpfung.

Zwar nicht gegen grippale Infekte, aber gegen die richtige Grippe, an der jedes Jahr Menschen sterben, gibt es eine Impfung. Prävention par excellence also. Empfohlen wird sie Leuten über 60 Jahren, immungeschwächten Menschen oder solchen mit chronischen Erkrankungen. Außerdem Personen, die viel mit Kranken oder Publikumsverkehr zu tun haben. Da der aktuelle Impfstoff sich immer aus Virenstämmen des vergangenen Jahres zusammensetzt, können zwar im Winter Virenstämme auftreten, gegen die die Impfung nicht wirkt. Ansonsten ist eine Impfung aber ein perfekter Schutz. Wie gut die diesjährige Impfung wirkt und ob uns eher eine leichte oder eine schwere Grippesaison bevorsteht, dazu kann das Robert-Koch-Institut noch keine Angaben machen. Nur aus der Erfahrung weiß man: Die Grippewelle beginnt meist nach der Jahreswende, der Gipfel liegt üblicherweise im Februar oder März. Impfen sollte man aber jetzt.

Hände waschen

Es ist billig, fast überall möglich, und die Mediziner werden nicht müde, es anzupreisen: Der beste Schutz vor Erkältungen ist Händewaschen! Laut Studienlage kann regelmäßiges Händewaschen die Verbreitung von Erregern um über fünfzig Prozent senken. Uns so einfach geht es: Hände einseifen, auch zwischen den Fingern, und beim Abwaschen schrubben, damit sich die Erreger von der Haut lösen. Die Wassertemperatur ist nicht so entscheidend, Desinfektionsmittel nicht nötig. Genauso billig zu haben und auch effektiv in Sachen Erkältungsschutz: Stressreduktion und ausreichend Schlaf.

Mundschutz

Man kann es ruhig mal laut sagen: Es sieht affig aus und erinnert an einen Operationssaal, wenn einem jemand in der S-Bahn mit Mundschutz gegenübersitzt. Aber bevor man spottet, sollte man in die medizinische Studienwelt schauen. Dort sind zwar nicht alle davon überzeugt, dass ein Mundschutz effektiv schützt, aber unterm Strich kann man sich auf positive Effekte einigen: Wer selbst erkältet ist, fängt mit dem Mundschutz beim Husten und Niesen Keime ab, bevor sie sich in der Luft verteilen. Und wer noch nicht krank ist und einen Schutz trägt, bei dem erreichen die infizierten Speicheltröpfchen schwieriger den eigenen Nasen-Rachen-Raum als Eintrittspforte. Außerdem schützt man diesen Bereich vor dem Anfassen mit den eigenen Fingern – ein typischer Weg für Keime, um von der Türklinke zur Mundschleimhaut zu gelangen.

Abstand halten

Zum Schutz der anderen: Wer erkältet ist sollte lieber einen Tag länger zu Hause bleiben.

Man könnte den Winter natürlich komplett zu Hause verbringen, weit weg von Ansteckungsquellen. Das würde vielleicht vor Erkältungen schützen, aber uns sicher an etwas anderem erkranken lassen und einsam machen.Trotzdem hat sich jeder schon mal die Fragen gestellt: Wie lange ist mein hustender Kollege noch ansteckend? Wann kann mein Kind bei Schnupfen wieder in die Kita? Eine pauschale Antwort darauf, sagt Beule, gibt es nicht. Die Ansteckungsgefahr hängt von dem jeweiligen Erreger und der Inkubationszeit ab. Im Schnitt, so Beule, sei man mit einem normalen grippalen Infekt zwischen drei und sieben Tagen ansteckend. Die schlechte Nachricht dabei: Häufig sind Menschen schon ansteckend, wenn sie noch gar keine Symptome spüren. Diese Gefahrenquelle lässt sich schwer ausschalten. Ansonsten gilt: Wer krank ist, sollte zum Schutz der anderen, unter denen ja auch kleine Kinder, Schwangere oder chronisch Kranke sein können, lieber einen Tag länger zu Hause bleiben.

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