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Harald Schmidt über Depression : „Verdrängen können ist eine Gnade“

  • -Aktualisiert am

Entertainer Harald Schmidt Bild: dpa

Harald Schmidt setzt sich für die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ein. Im Interview spricht er über das Weinen, soziale Medien und die Angst vor Leid.

          6 Min.

          Herr Schmidt, Sie sind seit mehr als zehn Jahren Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Den Deutschen bekannt sind Sie jedoch als Late-Night-Lästermaul. Verbietet Ihnen Ihre Schirmherrschaft Witze auf Kosten von Depressiven?

          Nein, die Schirmherrschaft verbietet mir das nicht. Aber Witze ergeben sich nicht so. Ich muss da ja doch mit einer gewissen Sensibilität rangehen. Aber es ist natürlich klar, dass ich von der Stiftung in meiner Rolle als Entertainer engagiert bin. Gerade für die Moderation des Patientenkongresses am kommenden Wochenende ist es auch wichtig, dass genau diese Farbe von mir geliefert wird. Wenn man das nicht haben wollte, hätte man jemand anderen genommen. Also: Witze auf Kosten Depressiver gehen nicht, aber dass ich das mit einem gewissen Humor betreibe, kommt auf den Patientenkongressen sehr gut an.

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