https://www.faz.net/-gum-a41rb

38 Grad und kein Schatten : Hamburgerin gewinnt Ultra-Lauf in der Wüste Tunesiens

  • Aktualisiert am

Die Hamburgerin Judith Havers lieft die 100 Kilometer durch die Wüste Tunesiens in zwölf Stunden und 21 Minuten. Bild: dpa

100 Kilometer ist die Hamburgerin Judith Havers durch die Wüste Tunesiens gelaufen. Sie kam als Erste ins Ziel und erzählte, dass ihr etwas viel mehr zusetzte als die 38 Grad ohne Schatten.

          1 Min.

          Eine Läuferin aus Hamburg hat sich bei einem 100 Kilometer-Lauf in der Wüste Tunesiens gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt. Am Sonntag sollte Judith Havers in Tozeur im Süden des nordafrikanischen Landes mit der Goldmedaille und einem Preisgeld von 3000 Euro geehrt werden. Bei 38 Grad und ohne das kleinste bisschen Schatten legte sie die Strecke durch den Sand in zwölf Stunden und 21 Minuten als schnellste Frau zurück. „Dass ich als Erste ins Ziel gekommen bin, ist natürlich super“, sagte die 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am späten Samstagabend.

          Schlimmer als der weiche Sand und die Hitze war für Havers der Kampf gegen den am Abend aufkommenden Wind. „Der hat mich echt aus der Bahn geworfen“, sagte sie nach dem Wettkampf. Im Vorjahr hatte die Extrem-Sportlerin bereits den dritten Platz im Ultra Mirage El Djerid-Geländelauf (UMED) belegt. Als schnellster Mann lief der Tunesier Fares Debaya nach zehn Stunden und 26 Minuten ins Ziel.

          Es war bereits der vierte Ultra-Lauf in der Wüste Tunesiens. Das Rennen wurde unter strikten Corona-Maßnahmen durchgeführt. Die 221 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus insgesamt 17 Ländern konnten neben der 100 Kilometer-Strecke erstmals auch über 50 Kilometer gegeneinander antreten. Hier blieben die tunesischen Läuferinnen und Läufer ungeschlagen.

          Tunesien leidet unter einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die Corona-Pandemie hat die Lage weiter verschärft. Der Wettkampf soll unter anderem Extrem-Sportler aus aller Welt nach Tunesien locken und den Tourismus in der armen südlichen Region des Landes fördern.

          Weitere Themen

          Wir richten uns draußen ein

          Daunenjacken für den Winter : Wir richten uns draußen ein

          Für die Hersteller sämtlicher Daunenjacken sind es gute Aussichten: Endlich ein Jahr, das noch so mild sein kann, warme Jacken werden im Corona-Winter auf jedem Fall gebraucht. Wir haben acht Modelle anprobiert.

          Topmeldungen

          Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) stürmen in Calw während einer Übung in eine Tür (Archivbild).

          Wehrbeauftragte Eva Högl : „Es wäre falsch, das KSK aufzulösen“

          Das Kommando Spezialkräfte wird grundlegend reformiert, um rechtsextreme Umtriebe künftig unmöglich zu machen. Die Wehrbeauftragte war bei der „Höllenwoche“ des Verbands dabei. Ein Gespräch über ihre Eindrücke.
          SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach

          SPD-Gesundheitsexperte warnt : Lockdown möglicherweise schon in wenigen Wochen

          Die jetzigen Einschränkungen reichten nicht aus, um einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen zu verhindern, sagt Karl Lauterbach laut einem Bericht. Er fordert mehr Homeoffice und eine Aufteilung von Schulklassen. Auch der Außenhandelsverband warnt vor einem neuen Lockdown.

          Verbannung beim FC Arsenal : Warum Mesut Özil polarisiert und spaltet

          Mesut Özil wird beim FC Arsenal nicht mehr gebraucht. Sein Verhalten auf und neben dem Platz wirft Fragen auf, auf die es keine Antworten gibt. Denn Politik lässt sich nicht mit Fußballschuhen vermessen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.