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Erkrankter Helfer : Ebola-Patient kommt wohl doch nicht nach Hamburg

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Monrovia, Liberia: Ein Arzt der Hilfsorganisation Samaritan’s Purse behandelt einen Ebola-Patienten Bild: AP

Der in Westafrika an Ebola erkrankte Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wird vermutlich nicht in Hamburg behandelt werden können. Sein Gesundheitszustand lässt einen Transport derzeit nicht zu.

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          Der in Westafrika an Ebola erkrankte Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wird wegen seines schlechten Gesundheitszustandes vermutlich nicht in Hamburg behandelt werden können. Den Rückmeldungen aus Afrika zufolge sei der Mann weiterhin nicht transportfähig, sagte der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag. Es sei am Vortag schon unwahrscheinlich gewesen, dass er zur Behandlung in das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) kommen werde. „Heute ist es noch unwahrscheinlicher“, fügte er hinzu. „Wir gehen daher davon aus, dass der Patient hier nicht eintreffen wird“, sagte Schmidt.

          Die Seuche führt je nach Erregertyp in 60 bis 90 Prozent der Fälle zum Tod. Der Gesundheitszustand der Patienten verschlechtert sich rapide und geht einher mit hohem Fieber, Erbrechen sowie äußeren und inneren Blutungen. In Guinea, Liberia und Sierra Leone sind seit Beginn des Ausbruchs im Februar 672 Menschen an der Krankheit gestorben. Auch aus Nigeria wurde vor wenigen Tagen ein erster Todesfall gemeldet. Mit dem Virus hat sich in Liberia auch ein 33 Jahre alter Arzt aus den Vereinigten Staaten angesteckt.

          Auch bei dem Mann, für den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Behandlung im UKE sondiert hat, handelt es sich nach Angaben von Insidern um einen Mediziner. Die Klinik bestätigte lediglich, der Patient sei Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation und in die Versorgung der Ebola-Patienten eingebunden gewesen.

          „Wir sind weiterhin bereit“, sagte eine Klinik-Sprecherin. Das Behandlungszentrum für hochansteckende Krankheiten sei für Patienten mit lebensbedrohlichen Erregern eingerichtet. Durch die Sicherheitsvorkehrungen und die Sonderisolierstation bestehe für Mitarbeiter und Öffentlichkeit keine Gefahr. Ebola wird durch direkten Kontakt mit dem Erkrankten oder mit dessen Körperflüssigkeiten übertragen.

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