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Gesundheit : Rauchverbot in „Marlboro Country“

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Marlboro-Man „Herf” Ingersoll erkrankte an Lungenkrebs Bild: AP

„Come to where the flavor is. Come to Marlboro Country.“ Ausgerechnet Montana, Kulisse für erfolgreiche Zigarettenwerbung, verhängt ein striktes Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden.

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          Die Cowboys am Lagerfeuer müssen nicht aufs Erdnußkauen umsteigen, aber in öffentlichen Gebäuden des amerikanischen Bundesstaats Montana soll künftig ein striktes Rauchverbot gelten.

          Dabei gilt Montana doch als „Marlboro country“. Die typischen Wild-West-Landschaften des spärlich besiedelten Staats an der Grenze zu Kanada haben in zahlreichen Werbefilmen und -fotos als Kulisse für die Zigarettenmarke gedient - eine der erfolgreichsten Werbekampagnen aller Zeiten. Doch vom 1. Oktober an wird in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden und Büros ein striktes Rauchverbot gelten. Ein entsprechendes Gesetz hat Gouverneur Brian Schweitzer am Montag unterzeichnet.

          Zum Rauchen in die Bar und in die Berge

          Satte 500 Dollar (rund 390 Euro) Bußgeld muß zahlen, wer wiederholt gegen das Rauchverbot verstößt. Diejenigen, die partout nicht auf den Glimmstengel verzichten können, müssen aber dennoch nicht in die Berge reiten, um kleine Rauchwölkchen in die klare Luft Montanas zu stoßen. Auch die 1700 Bars im Staat bleiben vorerst Zufluchtsorte für alle Raucher - ein Zugeständnis an das dortige Gastgewerbe. Dies gilt allerdings zunächst nur für die kommenden vier Jahre. Was danach kommt, ist bisher ungewiß.

          Rauchverbot in Marlboro Country? Da geht mir der Hut hoch

          Die Cowboys am Lagerfeuer mögen über die Regelung gelassen den Kopf schütteln. Beim Marlboro-Hersteller Philip Morris dagegen existiert bereits seit Jahren ein Rauchverbot am Arbeitsplatz. Wer die Freiheit des Glimmstengels atmen will, muß sich in eine Raucherzone verkrümeln.

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