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Genitalverstümmelung : Mädchenbeschneidung in Moskauer Klinik?

  • Aktualisiert am

Blick auf Moskau: Eine Privatklinik in der Stadt soll die Beschneidung von Frauen und kleinen Mädchen angeboten haben. Bild: Picture-Alliance

Aufgrund der Nachfrage von Kunden eines „bestimmten Glaubens“ soll eine Moskauer Privatklinik die Beschneidung von Frauen und kleinen Mädchen angeboten haben – und die Eingriffe dabei selbst als „Verstümmelung“ bezeichnet haben.

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          Eine Moskauer Privatklinik hat als Dienstleistung die Beschneidung von Frauen und kleinen Mädchen angeboten – meldet das Nachrichtenportal Meduza. Die an der Metrostation Baumanskaja gelegene Filiale der Kette „Best Clinic“ offerierte auf ihrer Internetseite drei Formen weiblicher Genitalverstümmelung: das Wegschneiden der Klitoris, darüber hinaus die Entfernung der kleinen Schamlippen sowie die Infibulation, wobei das gesamte äußere Geschlecht entfernt und die Schamlippen zugenäht werden.

          Nach dem Eingriff könne nur noch Urin und Menstruationsblut austreten, hieß es dazu. Eine medizinische Indikation gebe es für die Beschneidung nicht, verriet die Klinik, sie werde aus religiösen und rituellen Gründen vorgenommen. Da es sich um eine „Verstümmelung“ handle, solle die Operation nicht zu Hause, sondern im Krankenhaus durchgeführt werden. Weibliche Beschneidung ist vor allem in Afrika, in Russland besonders in Dagestan im Nordkaukasus verbreitet. Zumal in dagestanischen Dörfern gilt sie als obligatorisches Ritual, ohne das ein Mädchen nicht zur „Muslimin“ wird.

          Der russische Mufti für den Nordkaukasus, Ismail Berdiew, glaubt, es wäre gut, alle Frauen zu beschneiden, damit es weniger Unzucht und „sex appeal“ in der Welt gebe. In der Klinik hieß es vor einer Woche, man habe die neue Dienstleistung aufgrund der Nachfrage von Kunden eines „bestimmten Glaubens“ neu ins Sortiment genommen. Die Kosten sollten sich auf tausend Euro belaufen. Jetzt teilt „Best Clinic“ mit, Klitorektomien würden nur bei volljährigen Patientinnen durchgeführt, bei denen das medizinisch angezeigt sei.

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