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Geflügelpest : Institut bestätigt Vogelgrippe-Fälle in Sachsen

  • Aktualisiert am

Veterinäre bergen am Frohburger See verendete Schwäne Bild: ddp

Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit hat bestätigt, dass drei verendete Schwäne von einem See bei Leipzig an der Vogelgrippe verendet sind. Das Risiko einer raschen Ausbreitung der Tierseuche ist angeblich aber nicht größer geworden.

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          Der Verdacht auf Vogelgrippe hat sich nach sechs Fällen in Nürnberg auch bei drei Schwänen in Sachsen bestätigt. Bei den drei toten Tieren sei das aggressive Virus H5N1 festgestellt worden, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Dienstag auf der Insel Riems bei Greifswald mit.

          Damit steigt die Zahl der in diesem Sommer mit Vogelgrippe infizierten Wildvögel in Deutschland auf neun. Die drei Schwäne stammen aus einem Gewässer bei Frohburg in der Nähe von Leipzig.

          Sperrbezirke eingerichtet

          „Die neuen Fälle aus Sachsen ändern aber noch nichts an unserer Risikobewertung“, sagte FLI-Präsident Thomas Mettenleiter. Es bleibe bei einem mäßigen Übertragungsrisiko von Wildvögeln auf Nutzgeflügel. Ob die Tierseuche verstärkt auftreten werde - ähnlich wie im vergangenen Jahr -, sei noch unklar. In einem Radius von drei Kilometern rund um den Fundort der Schwäne verhängten die sächsischen Behörden besondere Schutzmaßnahmen. In den Sperrbezirk darf 21 Tage lang kein Geflügel, Eier und Geflügelfleisch ein- oder ausgeführt werden.

          Die Forscher wollen nun das Erbgut der Viren aus Bayern und Sachsen näher untersuchen und mit Viren aus Tschechien und Ungarn vergleichen, um mehr über die Herkunft der Erreger zu erfahren. Diese gibt den Wissenschaftlern nach wie vor Rätsel auf ebenso wie die Übertragungswege. „Das Virus hält sicher noch weitere Überraschungen für uns bereit“, sagte FLI-Institutssprecherin Elke Reinking.

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