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Schwangerschaftsabbrüche : Frauenärzte fürchten Abtreibungsgegner

Wo gehen Sie hin, Herr Doktor? Bild: www.plainpicture.com

In Deutschland sinkt die Zahl der Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Unsere Autorin hat sich auf die Suche nach den Gründen gemacht. Viele Frauenärzte fürchten sich vor Kampagnen von Abtreibungsgegnern.

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          Amy Coney Barrett soll auf Vorschlag des amerikanischen Präsidenten Donald Trump neue Richterin am Supreme Court werden. Die Nominierung der konservativen Katholikin und Mutter von sieben Kindern hat die Gemüter erhitzt, vor allem wegen Barretts angenommener Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen. Ein Teil der amerikanischen Gesellschaft sieht in ihr das mögliche Zünglein an der Waage, um künftig die (straf-)freie Entscheidung über eine Abtreibung zu beschneiden. Der andere Teil erhofft sich von ihr Rechtsauslegungen im Sinne der Pro-Life-Bewegung, die den Abbruch ungewollter Schwangerschaften erschweren möchte.

          Eva Schläfer
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der gesellschaftliche Dissens über Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist weniger heftig als in den Vereinigten Staaten. Und doch gibt das Thema auch bei uns immer wieder Anlass zu Diskussionen. In den vergangenen Jahren ging es dabei häufig um die Anzahl der Ärzte, die gewillt sind, den Eingriff vorzunehmen. Denn die ist rückläufig. Und zwar so massiv im Vergleich zu Anfang der zweitausender Jahre, dass manche die Frage stellen, ob es noch genügend gibt.

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