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Fentanyl-Epidemie in Amerika : Unscheinbare, aber tödliche Kristalle

  • -Aktualisiert am

Opfer von Fentanyl: Prince starb 2016 an einer Überdosis. Bild: AP

Tausende Amerikaner sterben jedes Jahr an einer Überdosis Fentanyl: Es wirkt 100 Mal stärker als Morphin, Popsänger Prince ist sein berühmtestes Opfer. Warum das Rauschgift so gefährlich ist.

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          Seine traurige Berühmtheit verdankt Fentanyl dem Tod der Poplegende Prince. Als Freunde den leblosen Körper des Sängers Ende April 2016 in einem Aufzug seines Anwesens Paisley Park bei Minneapolis fanden, rätselten die Fans wochenlang über die Todesursache. Nach Rauschgiftgerüchten, die durch einen Zwischenstopp seines Privatjets für einen Krankenhausbesuch einige Tage vor seinem Tod befeuert wurden, veröffentlichte die Gerichtsmedizin in Minnesota Anfang Juni 2016 das toxikologische Gutachten. „Fentanyl-Toxizität“, hatten die Forensiker notiert und daneben das Kästchen „unbeabsichtigt“ angekreuzt.

          Erst zwei Jahre später klärte die Bezirksstaatsanwaltschaft von Carver County das Rätsel um das synthetische Opioid, das etwa 100 Mal stärker wirkt als Morphin. Prince starb an Schmerzmitteln, die heimlich mit Fentanyl gestreckt wurden. „Höchstwahrscheinlich wusste er nicht mal, dass er illegale Tabletten nahm, die ihn töten konnten“, sagte der Bezirksstaatsanwalt Mark Metz nach zwei Jahre langen Ermittlungen. Wie der Sänger an die mit Fentanyl gestreckten Medikamente kam, bleibt ein Rätsel.

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