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Familienplanung : Warum Kinderkriegen ansteckend ist

Zwei junge Familien mit Kindern begegnen sich, als sie über die Straße gehen. (Archiv) Bild: Picture-Alliance

Forscher haben nachgewiesen, dass sich Kolleginnen beim Kinderkriegen gegenseitig beeinflussen. Diese „Ansteckungseffekte“ beschränken sich weder auf den Kollegenkreis noch auf die Familienplanung.

          3 Min.

          Auf einmal ist man umringt von Schwangeren. Die Kollegin hat einem die frohe Botschaft gerade in der Kantine freudestrahlend zugeflüstert, bei zwei anderen ist die Schwangerschaft seit ein paar Wochen schon nicht mehr zu übersehen. Also dann, fragt man sich, worauf noch warten?

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          „Ansteckungseffekte“ nennen Wissenschaftler es, wenn die Entscheidung zum Kinderkriegen durch Kollegen, Freunde oder Verwandte beeinflusst wird. In verschiedenen Forschungsprojekten der Universität Bamberg wurde diese Wechselwirkungen in jüngster Zeit untersucht. Das Ergebnis: Es ist nachweisbar wahrscheinlicher, ein Kind zu bekommen, wenn Geschwister, Kolleginnen oder Kollegen auch ein Baby bekommen. Und das funktioniert auch umgekehrt: Personen im gebärfähigen Alter, die kaum Geburten in ihrem Umfeld miterleben, bekommen dann auch mit „niedrigerer Wahrscheinlichkeit“ selbst Kinder.

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