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Weniger Falschinformationen : Facebook will Reichweite von Impfgegnern einschränken

  • Aktualisiert am

Die Eltern dieses Kindes scheinen das Impfen ernst zu nehmen. (Symbolbild) Bild: dpa

Der Konzern will seine Nutzer vor Falschinformationen von Impfgegnern schützen. Entsprechende Posts und Gruppen sollen deshalb künftig schlechter findbar sein und deren Werbekampagnen entfernt werden.

          Auf Facebook geraten immer wieder Posts von Impfgegnern mit falschen Informationen in Umlauf. Dagegen will der Konzern jetzt vorgehen, wie er am Donnerstag offiziell mitteilte. Durch mehrere Schritte will er auf Facebook sowie auch auf Instagram die Reichweite der Gegner einschränken und den Nutzern zudem verifizierte Informationen anbieten. 

          So sollen Gruppen und Seiten, auf denen falsche Informationen über das Impfen geteilt werden, in der Suchfunktion schlechter gerankt werden und nicht mehr in automatisch generierten Vorschlägen erscheinen, erklärt Facebook in einer Pressemitteilung. Werbekampagnen von Impfgegnern will Facebook gänzlich entfernen, außerdem sollen entsprechende Posts nicht mehr auf den Übersichtsseiten für Hashtags oder unter der Rubrik „Entdecken“ erscheinen. 

          Bei der Bewertung der Inhalte will sich Facebook an führenden Gesundheitsorganisationen wie dem amerikanischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten und der Weltgesundheitsorganisation orientieren. Diese hätten bereits Falschmeldungen von Impfgegnern ausfindig gemacht und widerlegt, so der Konzern. Die Beiträge will Facebook zudem mit einem Expertenhinweis versehen und Nutzer vor dem Teilen darauf aufmerksam machen, dass die dort enthaltenen Informationen Fake News sind. In einem kommenden Update soll es zudem auch einen Warnhinweis in der Suchfunktion und bei dem Beitreten von Gruppen geben.

          Wie Facebook auf FAZ.NET-Anfrage mitteilte, sollen die Schritte zunächst auf englische, spanische und französische Posts angewendet werden. Eine Umsetzung für andere Sprachen sei aber in Planung. 

          Wer auf der deutschsprachigen Plattform nach „Impfen“ sucht, dem werden als erste Treffer mehrere impfkritische Seiten und Gruppen vorgeschlagen. Die größte Gruppe im deutschsprachigen Raum zählt mehr als 12.000 Mitglieder. 

          Ein Vorreiter ist Facebook mit seinem Vorstoß aber nicht: Auch bei YouTube und Pinterest ist die Reichweite und Werbemöglichkeiten von Impfgegnern eingeschränkt, so werden bei 

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