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Peking nach Neujahrsferien : Rückkehr in die Geisterstadt

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Über das Wochenende kommen nach den zwangsweise verlängerten Neujahrsfeiertagen Millionen von Chinesen nach Peking zurück. Viele Bewohner fürchten eine neue Ansteckungswelle durch das Coronavirus.

          4 Min.

          An Wochenenden verwandelt sich das futuristische Sanlitun-Viertel in Peking sonst zur Flaniermeile für hippe Millennials, Fashion-Blogger und die Neureichen der Stadt. An diesem sonnigen Samstagmittag jedoch zeigt sich die Fußgängerzone zwischen den gläsernen Geschäftstürmen bis auf zwei Touristen mit Rollkoffern gespenstisch leer. An den Türen der Geschäfte warnen kleine Zettel Neuankömmlinge davor, dass sie nur mit Atemschutzmasken Zutritt bekommen. Doch die Kundschaft bleibt ohnehin aus. In der hintersten Ecke einer amerikanischen Fastfood-Kette hat sich lediglich ein älterer Herr in grauer Mao-Mütze mit seinem Buch verzogen. Nur für einen Moment lüftet er seine Maske, um einen Keks zu verschlingen.

          Noch fällt es schwer, sich vorzustellen, wie in der 21-Millionen-Metropole am Montag wieder Alltag einkehren soll. Dann nämlich sollen nach einer von der Regierung verordneten Ruhezeit die meisten Geschäfte wieder öffnen. Dabei breitet sich weiterhin das Coronavirus mit jedem Tag aus: Die Zahl der Todesopfer hat mittlerweile die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Virus stieg am Sonntag in China um weitere 2656 auf 37.198 Fälle.

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