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Epidemie in Westafrika : Rotes Kreuz beklagt geringe Bewerberzahl für Ebola-Einsatz

  • Aktualisiert am

Freiwillige Helfer trainierten am Dienstag in Würzburg für den Ebola-Einsatz in Westafrika Bild: Reuters

Fast 500 Deutsche, darunter viele Ärzte, haben sich als Freiwillige für die Ebola-Hilfe in Westafrika gemeldet. Dem Roten Kreuz ist das jedoch nicht genug: Für die Pläne der Hilfsorganisation wird deutlich mehr Personal benötigt.

          Die deutsche Hilfe für die Ebola-Gebiete in Westafrika läuft laut einem Zeitungsbericht langsamer an als erhofft. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beklagt, dass sich bislang zu wenige Freiwillige gemeldet hätten. Wie die Zeitung „Die Welt“ online und in ihrer Mittwochsausgabe berichtete, erklärten sich bislang 483 Menschen für die Arbeit in zwei Behandlungszentren des DRK in Sierra Leone und Liberia bereit. Von diesen seien 196 grundsätzlich geeignet, darunter 82 Ärzte. Erste Freiwillige wurden am Dienstag in Würzburg auf ihren Einsatz vorbereitet.

          Die Zahl der Helfer reiche aber „bei weitem nicht aus, um die Kliniken über Monate hinweg zu betreiben“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der Zeitung. Zudem sei geplant, das Personal alle vier Wochen auszutauschen. Die Verhältnisse vor Ort beschrieb Seiters als „katastrophal“. In den am stärksten von Ebola betroffenen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea sei die Gesundheitsversorgung „praktisch zusammengebrochen“.

          In Sierra Leone betreibt das DRK in der Provinzhauptstadt Kenema ein Behandlungszentrum, das von derzeit 20 auf bis zu hundert Betten erweitert werden soll, wie die „Welt“ berichtete. In der liberianischen Hauptstadt Monrovia wird das DRK mit Unterstützung der Bundeswehr ab Mitte November ein Behandlungszentrum übernehmen, das derzeit von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umgebaut wird. Auch hier sollen bis zu hundert Ebola-Kranke versorgt werden.

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