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Ebola-Epidemie : IWF stellt 130 Millionen Dollar bereit

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Eine Kleidungsverkäuferin in Liberia: Das westafrikanische Land ist von der Seuche am stärksten betroffen Bild: AP

Der Internationale Währungsfonds hat umfangreiche Finanzhilfen für Westafrika angekündigt. Laut den Vereinten Nationen ist aber deutlich mehr Geld für den Kampf gegen Ebola nötig.

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          Für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika stellt der Internationale Währungsfonds (IWF) 130 Millionen Dollar (102,5 Millionen Euro) bereit. Wie der IWF-Vorstand in Washington am Freitag mitteilte, soll Liberia, das am stärksten betroffene Land, 49 Millionen Dollar erhalten, Guinea 41 Millionen Dollar und Sierra Leone 40 Millionen Dollar.

          IWF-Generaldirektorin Christine Lagarde erklärte, es müsse gelingen, die Epidemie in den Griff zu bekommen. Andernfalls würden die von den drei Ländern in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte zunichte gemacht. Sie sagte: „Der Ebola-Ausbruch in Guinea, Liberia und Sierra Leone hat bereits zu viele Leben gekostet.“

          Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in den drei westafrikanischen Staaten seit Dezember bereits knapp 3000 Menschen an Ebola gestorben, allein in Liberia gab es fast 1700 Tote. Beim Ebola-Krisentreffen am Sitz der Vereinten Nationen hatten UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und der amerikanische Präsident Barack Obama am Donnerstag einen verstärkten Einsatz gegen die Epidemie angemahnt.

          Laut Vereinten Nationen sind im kommenden halben Jahr 763 Millionen Euro an Hilfen der Weltgemeinschaft erforderlich. Die Weltbank erhöhte ihre Zusagen um 170 Millionen Dollar auf insgesamt 400 Millionen Dollar. Die EU kündigte an, die Hilfen von bislang 150 Millionen Euro um weitere 30 Millionen aufzustocken.

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