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Über Krebs sprechen : Mama, stirbst du jetzt?

  • -Aktualisiert am

Als Familie zusammen sein, auch wenn die Folgen der Chemotherapie sichtbar werden. Bild: Getty

Eltern, die schwer krank werden, wollen das oft ihren Kindern verheimlichen, um sie nicht zu belasten. Doch schont das die Kinder wirklich?

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          Wie redet man mit einem kleinen Kind darüber, dass es Mama oder Papa schlecht geht? Wie viel Information mutet man einem Teenager zu? Viele Eltern, die die Diagnose Krebs bekommen, fragen sich auch, ob sie überhaupt mit ihren Kindern über die Erkrankung sprechen sollen. Erhebungen zeigen: Etwa die Hälfte der erkrankten Eltern entscheidet sich dagegen. Sie wollen ihre Kinder nicht belasten und thematisieren die Erkrankung daher nicht. Doch schont das die Kinder wirklich?

          Corinna ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter die Diagnose Brustkrebs erhält. Ein Schock für die Familie. „Die ersten Stunden mit der Mutter von Corinna gingen nur um ihr Kind“, erinnert sich Psychoonkologin Bianca Senf, die die Frau damals betreute. „Sie machte sich viele Gedanken, ob und wie sie es ihrer Tochter sagen sollte.“ Senf, die als Psychoonkologin auf die Beratung und Behandlung von Krebspatienten spezialisiert ist, ermutigt ihre Patienten dazu, mit den Kindern über die Erkrankung zu sprechen. Geschieht das nicht, spürten die Kinder, dass etwas nicht stimme, dass es dem Elternteil nicht gut gehe. „Ein großer Anteil unserer Kommunikation ist non-verbal, und die Sorgen der Eltern vermitteln sich den Kindern unmittelbar.“

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