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Zwei Monate vor Olympia : USA warnen wegen Corona vor Japan-Reisen

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Seiko Hashimoto, Präsidentin des Organisationskomitees der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten haben eine Reisewarnung für das Austragungsland der Olympischen Spiele ausgesprochen. Athleten können dennoch nach Japan reisen – auf eigenes Risiko.

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          Zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Japan hat das US-Außenministerium angesichts der Ausbreitung des Coronavirus vor Reisen in das Land gewarnt. Die Warnstufe für Reisen wurde am Montag auf die höchste Stufe vier angehoben. Dies basiere auf der Einstufung des Infektionsgeschehens in Japan durch die US-Gesundheitsbehörde CDC, wonach es dort derzeit eine „sehr hohe“ Verbreitung des Virus gibt. Selbst vollständig geimpfte Reisende könnten sich in Japan infizieren und dadurch Varianten des Virus verbreiten, erklärte die Gesundheitsbehörde. „Reisende sollten jegliche Reisen nach Japan vermeiden“, hieß es.

          Wegen der Corona-Pandemie gilt derzeit aus Sicht des US-Außenministeriums für viele Länder die höchste Warnstufe („do not travel“, auf deutsch etwa: „Reisen Sie nicht“), darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zuvor war Japan noch in der Kategorie drei gewesen, mit der lediglich von Reisen abgeraten wird. Die Reisehinweise des Außenministeriums sind rechtlich nicht bindend – US-Bürger und Athleten können auf eigenes Risiko trotz Reisewarnung weiterhin in solche Länder reisen.

          Japan ringt derzeit mit einer vierten Corona-Welle, obwohl die Regierung bereits zum wiederholten Male den Notstand für Tokio und weitere Regionen verlängert hat. Die Olympischen Spiele waren wegen der Pandemie bereits um ein Jahr verschoben worden.

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