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Umfrage zu Corona-Regeln : Was machen Sie als erstes nach dem Lockdown?

Sehr viel Bier, mit sehr vielen Menschen – darauf freuen sich einige Leser. So wie hier, im Sommer im Biergarten. Bild: dpa

Zum Friseur gehen, Bier trinken – und vor allem: die Familie sehen. Wir haben unsere Leserinnen und Leser gefragt, was sie als erstes tun wollen, sobald die Corona-Maßnahmen gelockert werden. Hier sind die Antworten.

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          Haarwuchs hält sich nicht an Ausgangsbeschränkungen. Das müssen auch unsere Leserinnen und Leser erfahren, auf deren Köpfen es zurzeit womöglich nach Kraut und Rüben aussieht. Denn auf unsere Frage, was sie als erstes tun werden, sollten die strengen Corona-Regeln gelockert werden, schreiben sehr viele: zum Friseur gehen. Tolles Blond ohne Gelbstich, das kriege eben nur ihre Friseurin hin, weiß eine Leserin. Auch die Figur möchten viele wieder in Schuss bringen, wenn es die gelockerten Bestimmungen erlauben. Workout zu Hause ist gut und schön, aber nicht das Gleiche, wie endlich wieder ins Schwimmbad zu dürfen. Manch einer möchte gleich ins Fitnessstudio einziehen.

          Die Familie sehen

          Die Allermeisten würden sich allerdings auch ohne vorangegangenen Friseurbesuch und mit Quarantänebäuchlein ihrer Familie präsentieren. Großmütter und Enkelkinder kümmern sich schließlich nicht um Zottelhaare oder herausgewachsene Dauerwellen – Hauptsache, man kann sich endlich wieder in den Arm nehmen. Umarmen wollen einige hingegen nicht nur die Liebsten in der Ferne, sondern gleich jeden, der ihnen über den Weg läuft und „denen aus Freude ein Küsschen auf die Wange geben“, wie eine Leserin auf Facebook schreibt.

          Bleibt zu hoffen, dass sie dabei nicht jemanden erwischen, der ohnehin ungern auf Menschen trifft und deshalb die Quarantäne eher genossen hat. Oder eine Person, die befürchtet, die Lockerungen könnten zu früh kommen – und deshalb lieber erst für die Zeit plant, in der es endlich einen Impfstoff gibt.

          Ausgehen

          Alle anderen freuen sich auf Restaurants, Cafés, Kinobesuche und ihre Lieblingskneipen. Letztere wolle er unbedingt unterstützen, schreibt ein Leser auf Facebook, und „dabei helfen, ein paar der entgangenen Einnahmen zu kompensieren. Das werden harte Abende“.

          Hoffentlich muss aber niemand alleine die Fässer leeren, wenn er Freunde mitnimmt. Die haben in der Zeit der Krise nämlich vielen gefehlt: „Mit meinen Mädels treffen und mit allen aus einem Glas ganz viel Wein trinken“, schreibt eine Leserin auf Instagram auf unsere Frage. Auf die Kirmes, in den Biergarten, dorthin, wo viele Menschen sind, zieht es andere. Wir möchten an dieser Stelle natürlich darauf hinweisen, dass man damit dringend warten sollte, bis sich die Lage geändert hat. Aber ein bisschen Hoffnung braucht schließlich jeder.

          Geld verdienen

          Hoffnung brauchen auch die, denen die Quarantäne-Zeit finanziell schwer zu schaffen macht, und die unbedingt wieder arbeiten wollen. Denn für viele, auch das wird in den Antworten auf unsere Frage deutlich, waren die vergangenen Wochen keine Zeit des entspannten Serienschauens, sondern eine des Abwartens und Hoffens: Doch noch irgendwie über die Runden zu kommen und den Job zu behalten. Andere haben wichtige Ereignisse einfach verschieben müssen und wollen bald endlich heiraten, umziehen oder etliche Geburtstage mit Familie und Freunden nachfeiern.

          Wer sich nicht in existenziellen Nöten befindet, nimmt die Frage mit Humor. In den sozialen Netzwerken kursiert gerade wieder ein altes Video, in dem der Rapper Xatar, damals noch im Gefängnis, gefragt wird, was er als erstes tun werde, wenn er wieder draußen sei: einen Köftespieß essen und einen Ayran trinken, sagte er. Die kleinen Dinge des Alltags sind schließlich nicht zu unterschätzen. Das wissen auch unsere Leserinnen und Leser: „Mir ins Gesicht fassen“ oder „Ohne schlechtes Gewissen im Supermarkt husten“ seien Dinge, die sie als erstes machen werden, schrieben zwei von ihnen. Oder eben Köfte essen.

          Und was haben Sie vor? Schreiben Sie es unter diesem Artikel in die Kommentare.

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