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Restaurants und Coronakrise : „Es wird eine Flurbereinigung geben“

Absolut nichts los: Am Mittwochnachmittag haben Lokale rund um den Römer nichts zu tun. Bild: Wolfgang Eilmes

Viele Lokale in Frankfurt sind leer oder geschlossen. Ausnahmen bestätigen die Regel und einige Restaurants haben besondere Pläne, das Beste aus der Krise zu machen.

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          Frankfurt im Vorfrühling, die Frankfurter und ihre Lokale: Das ist ein Bild, das am Mittwoch mit unterschiedlichen Farben gemalt zu sein scheint. Je näher man hinschaut, desto mehr werden sie zu einer Fläche, in der Grautöne vorherrschen, dann jedenfalls, wenn man diese gleichsetzt mit der dominierenden Anmutung im Dreieck zwischen Opernplatz, Römerberg und Zeil.

          Jacqueline Vogt

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Männer in Anzügen, Frauen in Kostümen, auf den Tischen Laptops zwischen Kaffeetassen und Croissants, ein freier Platz ist schwer zu finden. So sieht es normalerweise morgens um neun bei „Brot&Butter“ aus, dem Café im Warenhaus Manufaktum gegenüber der Alten Oper. Jetzt macht das Café erst um elf auf und es kann sich jeder aussuchen, wo er sitzen will. In der „Chinaski Tagesbar“ auf der anderen Straßenseite geht gar nichts mehr. Betreiber Julian Smith hat einen Zettel an die Tür gehängt: geschlossen aus Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und den Kunden. „Wir hoffen, euch nach dem Fiasko mit guter Laune begrüßen zu dürfen. Kümmert euch um eure Familien und packt die Gesellschaftsspiele aus.“ So klingt wohl Humor, wenn einem nichts anderes als Fatalismus bleibt.

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