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Kinder über die Coronakrise : Sehnsucht nach Normalität in dramatischen Zeiten

Ausnahmezustand: Jugendliche und Kinder erzählen von ihrem neuen Alltag. Bild: Francois Klein

Bundesweit bleiben wegen der Pandemie die Schulen geschlossen. Die unterrichtsfreie Zeit verlangt von Schülern und Eltern hohen Einsatz. Wie Jugendliche und Kinder in Frankfurt diese Zeit erleben.

          5 Min.

          Annemike, 18 Jahre alt

          Angst um die Großmutter

          Hatte die Zwölftklässlerin am vergangenen Wochenende noch geglaubt, die Zeit zu Hause würde sich ein bisschen wie Ferien anfühlen, so war diese Hoffnung nur wenige Tage später verflogen. „Als ich hörte, dass die Schule schließt, dachte ich zuerst, ich könne jetzt endlich mal mehr in der Tanzschule meiner Mutter sein und tanzen.“ Aber dann kam die Nachricht, dass auch Tanzschulen geschlossen bleiben müssen. „Man muss das Virus eingrenzen, aber vielen Berufsgruppen bereitet das Schwierigkeiten“, sagt die Achtzehnjährige. Von der Schule erhält sie per E-Mail Aufgaben, die es allein zu lösen gilt. Das sei manchmal eine Herausforderung, denn „wenn man etwas nicht versteht, kann man nicht einfach schnell den Lehrer fragen“. Außerdem mache sie sich Sorgen um ihre 93 Jahre alte Großmutter. „Ihr geht es nicht so gut, und zwei- bis dreimal die Woche schauen meine Mutter, meine Schwester oder ich nach ihr.“ „Wir haben Angst, dass eine von uns unbewusst das Virus auf sie überträgt.“

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