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Isolation an den Feiertagen : Wie Corona unserer Psyche schadet

Ein Fenster und ein Telefon: gerade die zwei vielleicht wichtigsten Verbindungen zur Außenwelt Bild: Maria Litwa/laif

Ein Ende der sozialen Isolation ist vorerst nicht in Sicht. Nun müssen wir auch noch die Feiertage ohne Freunde und Familie überstehen. Was macht das mit uns? Über ein Experiment mit ungewissem Ausgang.

          8 Min.

          Zum Osterfest kämen eigentlich die Kinder des Psychotherapeuten und Autors Helmut Milz zu Besuch. Sie würden aus Berlin, Zürich und München in den Chiemgau reisen, von der Stadt aufs Land, wie so oft in den vergangenen Jahren. Man würde einander zur Begrüßung herzlich umarmen, zusammensitzen, reden, gemeinsam Essen, spazieren gehen. Ein ritualisiertes Familientreffen, das die Verbindung stärkt. In diesem Jahr fällt es aus.

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Milz ist nur einer von vielen, die in diesem Jahr an Ostern auf geliebte Menschen verzichten müssen. "Flatten the curve" heißt besonders in diesen Tagen, dass Enkel ihre Großeltern nicht umarmen können, dass Tanten und Onkel nicht mit ihren Nichten und Neffen spielen dürfen, Freunde betrübt das obligatorische Osterpicknick verschieben und jeder, der mit dem zur Ersatzfamilie gewordenen Verein eine Radtour unternehmen wollte, auf sich selbst gestellt ist. "Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor", hat Angela Merkel gesagt.

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