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Bis 1. Dezember : WHO befürchtet 236.000 neue Corona-Todesfälle in Europa

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Halle: Pfleger schieben einen Patienten über den Flur der Interdisziplinären Intensivstation mit Covid-19 Bereich im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara. Bild: dpa

1062 COVID-Patienten sind in Deutschland aktuell in intensivmedizinischer Behandlung. Die Weltgesundheitsorganisation zeigt sich besorgt über den Verlauf der Impfkampagne in vielen Ländern.

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          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet im Zeitraum bis zum 1. Dezember 236.000 neue Corona-Todesfälle in Europa. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Covid-19-Toten in der Region um elf Prozent gestiegen, berichtete am Montag WHO-Europadirektor Hans Kluge. „Eine glaubwürdige Hochrechnung kommt auf 236.000 Todesfälle von jetzt bis zum 1. Dezember.“ Bisher starben in Europa 1,3 Millionen Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

          Zugleich äußerte sich Kluge besorgt über den Verlauf der Impfkampagne in vielen Ländern. „Die Stagnation bei den Impfzahlen in unserer Region bereitet uns ernsthafte Sorge“. Das Europa-Büro der WHO ist für 53 Länder und Regionen zuständig, darunter auch einige Länder in Zentralasien.

          Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist unterdessen abermals angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 75,8 – am Vortag hatte der Wert 74,1 betragen, vor einer Woche 56,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4559 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3668 Ansteckungen gelegen.

          Die höchste Inzidenz verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 127,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Dahinter folgen Bremen (83,7) sowie Hamburg und das Saarland mit jeweils einer Inzidenz von 82,3. Am niedrigsten sind die Werte in Sachsen-Anhalt (15,0), Sachsen (20,3) und Thüringen (21,9).

          Zehn weitere Todesfälle

          Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es vier Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.937.106 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

          Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Laut dem täglichen Lagebericht vom Montag wurden dem RKI 132 neue Hospitalisierungen mit COVID-19 gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz der hospitalisierten Fälle liegt demnach bei 1,71.  Laut dem DIVI-Intensivregister befinden sich aktuell 1062 COVID-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, das sind 54 mehr als am Sonntag. 521 davon werden invasiv beatmet.

          Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.731.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.140.

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