https://www.faz.net/-guw-abfvn

Corona in Deutschland : Weniger Neuinfektionen, die Inzidenz sinkt

  • Aktualisiert am

Auf der Intensivstation des Asklepios Klinikums Langen bringen Pflegerinnen in Schutzkleidung einem Corona-Patienten eine Mahlzeit. Bild: Lucas Bäuml

Das Robert Koch-Institut hat binnen eines Tages 18.485 Neuinfektionen und 284 Todesfällen registriert. Das ist abermals deutlich weniger als in der Vorwoche. Kein Bundesland liegt mehr über einer Inzidenz von 200.

          1 Min.

          Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.485 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:10 Uhr wiedergeben.

          Zum Vergleich: Am Freitag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.329 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 125,7. Am Vortag lag er bei 129,1, in der Vorwoche bei 153,4.

          Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 306 Tote.

          Nach dem jüngsten Lagebericht des RKI liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen in allen Bundesländern unter 200. Die bundesweite Gesamtinzidenz überschreiten Baden-Württemberg (155,3), Hessen (128,6), Nordrhein-Westfalen (138,3), Sachsen (184,3) und Sachsen-Anhalt (128,9). Thüringen, das über viele Wochen deutlich über der Marke von 200 lag, ist nun erstmals darunter gefallen und weist eine Inzidenz von 198,0 auf. Am anderen Ende liegt Schleswig-Holstein mit 53,8.

          Aktuell weisen 395 Kreise eine hohe Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 auf. Die Inzidenz liegt in 272 Kreisen bei über 100 Fällen, davon in 14 Kreisen bei über 250 Fällen je 100.000 Einwohner.

          Infektionszahl nähert sich 3,5 Millionen

          Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Personen zwischen 60 und 79 Jahre liegt aktuell bei 75 und bei Personen über 80 Jahre bei 51 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die hohen bundesweiten Fallzahlen werden durch zumeist diffuse Geschehen mit zahlreichen Häufungen insbesondere in Haushalten, im beruflichen Umfeld sowie in Kitas und Horteinrichtungen verursacht, heißt es beim RKI.

          Gut informiert durch den Tag? Hier können Sie den F.A.Z. Newsletter für Deutschland abonnieren.

          Demnach zählt das Institut seit Beginn der Pandemie 3.491.988 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.128.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.410.

          Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,88 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

          Weitere Themen

          Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 10,3

          Corona in Deutschland : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 10,3

          Das Robert Koch-Institut hat seit dem Vortag 1076 Corona-Neuinfektionen registriert. Vor einer Woche waren es mehr als doppelt so viele. Auch die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen sinkt weiter. Weltweit allerdings steigen die Totenzahlen rasant an.

          Topmeldungen

          Schwieriges Terrain für die grüne Parteichefin: Annalena Baerbock am Freitag im Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt

          Besuch im Stahlwerk : Baerbocks Auswärtsspiel

          Ausgerechnet in einem Stahlwerk in Eisenhüttenstadt präsentiert die Kanzlerkandidatin der Grünen ihre Pläne für eine klimafreundliche Wirtschaftpolitik. Wie kommt das an?
          Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry stellt am 18. Juni ihr neues Buch vor.

          Neues Buch : Frauke Petry rechnet mit der AfD ab

          Die ehemalige AfD-Vorsitzende Frauke Petry meint, dass ihre frühere Partei einen langsamen Tod sterben werde. Gegen Jörg Meuthen und Alice Weidel erhebt sie in ihrem Buch „Requiem für die AfD“ schwere Vorwürfe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.