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4845 bestätigte Infektionen : 15 weitere Corona-Tote in Hessen

  • Aktualisiert am

Dringt auf eine Lockerung der geltenden Corona-Einschränkungen nach den Osterferien: Wolf Matthias Mang, Präsident der VhU Bild: Marcus Kaufhold

Die Zahl der Corona-Opfer in Hessen steigt deutlich, die der Neuinfektionen aber prozentual eher schwach. Die hessische Wirtschaft dringt auf eine Lockerung der geltenden Corona-Einschränkungen nach den Osterferien.

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          Hessen bewegt sich bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen auf das Osterfest zu. Das Sozialministerium in Wiesbaden meldete am Dienstag 4845 bestätigte Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, 177 mehr als am Vortag. Das sind 3,8 Prozent. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 15 auf 79. Einen höheren Anstieg hatte es zuvor binnen Tagesfrist nicht gegeben.

          Die hessische Wirtschaft dringt auf eine Lockerung der geltenden Corona-Einschränkungen nach den Osterferien. Man hoffe auf eine schrittweise Öffnung von Geschäften und Restaurants sowie von Kindertagesstätten und Schulen vom 20.April, teilte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände mit. Voraussetzung sei, dass der Infektionsschutz dies erlaube. Die Wirtschaft solle schnellstmöglich schrittweise zur Realität zurückkommen, um Schäden zu begrenzen. Der Verband fordere aber keine vorzeitigen Lockerungen in den Osterferien, betonte Präsident Wolf Matthias Mang.

          Am Frankfurter Flughafen sind wegen der Corona-Krise die Passagierzahlen noch weiter eingebrochen. In der Woche vom 30.März bis 5.April wurden an Deutschlands größtem Airport 66.151 Fluggäste abgefertigt und damit 95,2Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche des Vorjahres, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. In der Woche zuvor waren es noch 119.000 Fluggäste gewesen.

          Nach dem Beschluss des Corona-Krisenkabinetts in Berlin über eine Quarantäne für Rückkehrer aus dem Ausland ist die genaue Anwendung in Hessen noch offen. „Derzeit laufen dazu Abstimmungen auf Bund-Länder-Ebene“, teilte das Sozialministerium mit. Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer sollen künftig grundsätzlich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Wie aus dem Beschluss hervorgeht, gilt die neue Regelung erst vom 10.April an und nur für Menschen, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben – und damit nicht für Berufspendler. Außerdem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer.

          „Hilferufe“ von Zahnärzten

          Die Zahnarztpraxen in Hessen fühlen sich bei der Versorgung mit Schutzausrüstung und bei der finanziellen Absicherung benachteiligt. Täglich erreichen den Präsidenten der Landeszahnärztekammer Hessen, Michael Frank, „Hilferufe“ von Kollegen auf der Suche nach Schutzmasken, Handschuhen oder Desinfektionsmittel. „Wir werden jeden Tag weiter vertröstet. Es ist frustrierend“, sagte Frank. Wenn sich die Lage nicht entspanne, „könnte das dazu führen, dass Praxen Behandlungen ablehnen müssen, weil ihnen das Material ausgeht“, sagte Frank. Bisher sei das noch nicht der Fall. Auch Arzneimittelhersteller melden weiter eine Knappheit an Schutzausrüstung.

          Der ADAC Hessen-Thüringen erwartet an Ostern deutlich weniger Verkehr als in den vergangenen Jahren. Lediglich am Gründonnerstag und dem Ostermontag könne es auf Hessens Straßen voll werden, teilte der Autofahrerclub mit. An beiden Tagen seien mit hoher Wahrscheinlichkeit Pendler unterwegs, die über das Wochenende nach Hause fahren. Vor allem auf den Autobahnen 3 und 5 rund um Frankfurt kann es den Angaben zufolge eng werden. „Auch wenn es schwer fällt, sollte am Osterwochenende auf nicht notwendige Fahrten verzichtet werden“, riet ein ADAC-Sprecher.

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