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Wegen Großkonzert : Laschet kritisiert Düsseldorfs Oberbürgermeister

  • Aktualisiert am

Armin Laschet Anfang Juni auf einer Pressekonferenz. Bild: dpa

Er hätte „mehr Sensibilität“ von Thomas Geisel erwartet, so Laschet. Die Stadt Düsseldorf hatte vergangene Woche ein für Anfang September geplantes Konzert mit 13.000 Zuschauern genehmigt.

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          NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) wegen eines geplanten Großkonzerts mit 13.000 Fans kritisiert. Er warf ihm Profilierungsversuche vor. „Ich hätte hier etwas mehr Sensibilität vom Oberbürgermeister erwartet“, sagte Laschet am Dienstag, da die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis „ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.“

          Laschet hält das geplante Event „für kein gutes Signal“. Das Kabinett werde noch am Dienstag über die rechtliche Lage sprechen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits rechtliche Zweifel an dem Konzert angemeldet. Es soll am 4. September stattfinden. Am 13. September finden in NRW Kommunalwahlen statt, bei denen der Sozialdemokrat Geisel abermals als Düsseldorfer Stadtoberhaupt antritt.

          Der Konzertveranstalter Live Nation Deutschland mit Geschäftsführer Marek Lieberberg („Rock am Ring“) will Sarah Connor, Bryan Adams, Rea Garvey, Joris und Michael Mittermeier im Düsseldorfer Fußballstadion auftreten lassen. Die Stadt hatte die Veranstaltung genehmigt. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die Pläne scharf kritisiert und rechtliche Zweifel angemeldet.

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