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Coronavirus : In Hessen ab Montag kein Unterricht mehr

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Leere Zimmer: Die Schulen bleiben in Hessen von Montag an geschlossen. Bild: dpa

Hessen greift zu drastischen Mitteln, um das Coronavirus einzuschränken: Von Montag an gibt es an den Schulen in Hessen keinen Unterricht mehr. Der Beginn der Vorlesungen an den hessischen Hochschulen wird verschoben.

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          Hessen greift wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu drastischen Mitteln und schränkt das öffentliche Leben an vielen Stellen ein. An den Schulen wird landesweit von Montag an nicht mehr unterrichtet, wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden sagte. Die Schulen blieben aber für eine Notbetreuung für Kinder von Eltern geöffnet, die beispielsweise in einem Krankenhaus arbeiten. Die Regelung gelte auch für die Kindertagesstätten in Hessen.

          Das Abitur soll in der kommenden Woche aber wie geplant beginnen. Dies sei nach derzeitiger Einschätzung der Lage möglich, sagte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Freitag. Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen am nächsten Donnerstag beginnen.

          „Ganz außergewöhnliche Lage“

          Bouffier gab weiter bekannt, dass der Beginn der Vorlesungszeit an den hessischen Hochschulen auf den 20. April verschoben wird. Der sonstige Forschungs- und Wissenschaftsbetrieb könne aber weitergehen. Studenten sollen außerdem Examen ablegen können.

          „Wir haben eine ganz außergewöhnliche Lage“, sagte Bouffier mit Blick auf das Coronavirus. Und fügte hinzu: „Wir werden die Herausforderung gemeinsam meistern.“ Alle am Freitag verkündeten Maßnahmen gelten dem Regierungschef zufolge zunächst bis zum Ende der hessischen Osterferien (18. April). Bouffier sagte, mit diesen Maßnahmen habe Hessen im Moment noch die Chance, Verhältnisse wie in Italien zu vermeiden. Dort hatte sich die Situation zuletzt zugespitzt, mittlerweile sind dort mehr als 1200 Menschen an Covid-19 gestorben.

          Beschränkte Besuchszeiten in verschiedenen Einrichtungen

          Um Menschen zu schützen, die wegen des Coronavirus als besonders gefährdet gelten, werden die Besuchszeiten in hessischen Alten- oder Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land beschränkt - jeder Bewohner oder Patient darf nur noch eine Stunde pro Tag besucht werden. Ausgenommen sind Eltern minderjähriger Patienten in Krankenhäusern. Menschen, die aus Risikogebieten zurückkehrten, dürfen solche Einrichtungen 14 Tage lang nicht betreten.

          Angehörige bestimmter Berufsgruppen werden nach ihrer Rückkehr aus Coronavirus-Risikogebieten in Hessen unter Quarantäne gestellt. Das gelte zum Beispiel für Polizisten, Rettungskräfte und medizinisches Personal, sagte der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne). Eine Quarantäne von 14 Tagen gelte auch für Richter und Feuerwehrleute.

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