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Restaurants und Coronavirus : Von vollen Häusern und leeren Tischen

Komme, wer wolle: Die Gastronomie will vorbereitet sein, wenn der Spuk vorbei ist. Bild: Getty

Unter der Corona-Krise leiden auch die Wirte. Die einen mehr, die anderen weniger. Rezepte gibt es nicht, aber eine Forderung.

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          Donnerstagabend in Frankfurt, draußen ist Regen und Wind, drinnen flackert auf einem Bildschirm ein meterhohes Kaminfeuer: Im „The Ash“, einem weitläufiugen Steakhaus an der Mainzer Landstraße. An der Bar stehen Männergruppen, die aussehen, als seien sie gerade aus einer der umliegenden Kanzleien gekommen, im Raum vor der Küche sitzen junge Leute, die unter den Tischen ihre Rucksäcke parken, Pärchen, Familien. Nicht jeder Tisch ist besetzt, aber leer ist das gut 1000 Quadratmeter große Lokal nicht. Alles unverändert also? „Vier mal weniger Gäste als sonst“ hätten sie in den vergangenen Tagen gehabt, schätzt die junge Kellnerin. Ihre Worte bestätigt, wen immer aus der Branche man fragt, ob die Virus-Krise ihm schon etwas angetan habe.

          Jacqueline Vogt
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Die Hotels sind leer“, hat schon Anfang dieser Woche Kirsten Junghans, Geschäftsführerin des Hotel-und Gaststättenverbands in Frankfurt, gesagt. Unter der Hand war von Belegungen im einstelligen Prozentbereich mancherorts zu hören, etliche Betriebe melden Kurzarbeit an. Die Struktur der Probleme, die das Gastgewerbe insgesamt hat, entspricht der Struktur, die Frankfurt hat: Es ist eine Business-Stadt, die Hotels leben von Geschäftsreisenden, und viele Restaurants auch. Wieder andere profitieren in guten Zeiten vom privaten Tourismus, auch der findet im Moment so gut wie nicht statt. Bleibt der harte Kern der Frankfurter selbst, die nach wie vor ausgehen, aber auch nicht mehr so viel, und bald vielleicht noch weniger oder gar nicht mehr.

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